Schule

Kamp-Lintfort: Abschied nach 40 Jahren im Schuldienst

Großes Treffen auf dem Schulhof. Abschied der Rektorin Christine Buyken.

Großes Treffen auf dem Schulhof. Abschied der Rektorin Christine Buyken.

Foto: Volker Herold

Kamp-Lintfort.   Christine Buyken hat 16 Jahre die Ernst-Reuter-Schule geleitet. Jetzt wurde sie mit einem bunten Programm in den Ruhestand verabschiedet.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Man kann vieles aus Kindern herausstreicheln, aber nichts in sie hineinprügeln.“ Dass diese Überzeugung der schwedischen Kinderbuchautorin und Pädagogin Astrid Lindgren auch an der Ernst-Reuter-Schule gilt, ist nicht zuletzt das Verdienst von Christine Buyken.

Sie leitet seit 16 Jahren die mit rund 380 Kindern größte Kamp-Lintforter Grundschule mit zwei Standorten an der Mittel- und der Sudermannstraße. Am Freitag wurde die verdiente Pädagogin nach insgesamt 40 Jahren im Schuldienst mit einem großen Festakt in den Ruhestand verabschiedet. Wie beliebt die 63-Jährige bei Schülern wie Kollegium war, beweist das bunte Programm, das diese für sie zusammengestellt hatten: Auf dem Schulhof sang und tanzte eine große Kinderschar, ließ Seifenblasen und mit Botschaften versehene Luftballons fliegen.

Beim Festakt in der Aula brachte das Schülerorchester „Kunterbunt“ ein musikalisches Ständchen, ließ das gesamte Kollegium Glanzlichter von Aufführungen der musik- und theaterbegeisterten Rektorin Revue passieren – unter anderem aus dem Musical „Mary Poppins“. Überhaupt hat Buyken Schule als Orchester gesehen, in der jedes Kind im übertragenen Sinne sein Instrument spielen und beherrschen lernt.

Gruß- und Dankesworte der Stadt von Bürgermeister Christoph Landscheidt, dem Schulamt des Kreises Wesels und der Schulpflegschaft durften ebenfalls nicht fehlen: „Kinder sind unendlich wertvoll und jedes von ihnen ist einzigartig. Ihre Herzlichkeit und ihr Lachen, die mir jeden Tag begegneten, werden mir am meisten fehlen“, bedankte sich die sichtlich gerührte Schulleiterin für den bewegenden Abschied.

Die sechs größten Schätze

Doch Langeweile wird es für sie auch in Zukunft nicht geben: „Ich werde erst mal ausschlafen und mich dann um meine größten Schätze, die sechs Enkelkinder, kümmern“, erklärte Christine Buyken. „Frau Buyken, Du darfst nicht gehen“, flehte die achtjährige Shymaa und sprach damit aus, was offenbar viele der Mädchen und Jungen fühlten.

Und eigentlich schade ist, dass die verdiente Schulleiterin nicht mehr im Dienst ist, wenn bald die neue Schulmensa mit Multifunktionsraum fertig ist.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben