Schule

Kamp-Lintfort baut für fünf Millionen Euro ein Lernhaus

Das neue Lernhaus an der Europaschule.

Das neue Lernhaus an der Europaschule.

Foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Wegen Raumnot baut die Europaschule an. Die Architektur ist abgestimmt auf das Lernkonzept. Dabei spielt eine Treppe eine besondere Rolle.

Das Gebäude für das neue Lernhaus der Europaschule wächst in Rekordzeit: Im Oktober hatten die Arbeiten für den 4,9 Millionen teuren Neubau an der Sudermannstraße begonnen. Weil das dreigeschossige Haus in Modulbauweise errichtet wird, ist das Außengebäude nach wenigen Wochen schon so gut wie fertig. Im kommenden Frühjahr sollen die Schüler in die neuen zwölf Klassen- und sechs Differenzierungsräume einziehen.

„Das ist endlich der passende Raum für unser Lernkonzept“, freute sich Noch-Schulleiterin Barbara Mennekes. Sie hatte in der letzten Sitzung des Schulausschusses bekannt gegeben, dass sie ab Dezember eine Stelle als schulfachliche Dezernentin bei der Bezirksregierung Düsseldorf antritt. Ihr bisheriger Stellvertreter Bernd Benninghoff übernimmt die Leitung der Schule für die nächsten neun Monate kommissarisch, dann wird die Schulleiterstelle neu ausgeschrieben.

Jede Jahrgangsstufe bekommt eine Etage

In das Lernhaus werden die Jahrgangsstufen acht bis zehn einziehen, jede Jahrgangsstufe bekommt eine eigene Etage. Der Clou im Inneren des in offener Bauweise gehaltenen Gebäudes ist die „Lerntreppe“, die das Konzept des „selbstgesteuerten Lernens“ an der Europaschule unterstützen soll, wie Mennekes erläuterte. Die Lerntreppe, zu der die Schüler aus allen Klassen Zugang haben, wird mit Sitzkissen ausgestattet, um so eine weitere „Lernlandschaft“ zu schaffen. Es sei „sehr erfreulich“, dass die Schüler mit dem Lernhaus eine moderne und zeitgemäße Lernumgebung erhielten, die individuelles Lernen ermögliche, so Mennekes, die sich dafür ausdrücklich bei der Verwaltung und den im Rat vertretenen Fraktionen bedankte.

Wie auch in anderen Schulen in Kamp-Lintfort war der Platz für die Europaschüler wegen steigender Schülerzahlen, dem wachsenden Bedarf an Ganztagsplätzen und nötigen Differenzierungsräumen knapp geworden. Knapp fünf Millionen seien für die Stadt Kamp-Lintfort „eine hohe Hausnummer“, sagte Bürgermeister Christoph Landscheidt. Er machte noch einmal deutlich, dass der Zuzug junger Familien nach Kamp-Lintfort natürlich auch Folgen für die Kita- und Schullandschaft in der Stadt habe. Den nötigen Ausbau der Schulen in der Stadt könne man aber nur vollständig umsetzen, wenn Bund und Land neue Förderprogramme auflegten.

Dazu passt, dass sich Bürgermeister Landscheidt am Donnerstagmorgen bei der Besichtigung der Baustelle nicht lange aufhalten konnte. Sein Anschlusstermin: Die offizielle Einweihung der neuen Kita Löwenzahn an der Landwehrstraße ...

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