Tradition

Kamp-Lintfort hat eine neue Stadtkönigin

Im Schießen setzte sich Königin Ingrid Pittgens von St. Josef Kloster Kamp durch, sie ist nun Stadtkönigin 2015.

Im Schießen setzte sich Königin Ingrid Pittgens von St. Josef Kloster Kamp durch, sie ist nun Stadtkönigin 2015.

Foto: FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.   Mit dem Schuss Nummer 323 stand das Ergebnis nach gut vier Stunden fest: Königin Ingrid ist neue Regentin. Zuvor hatte es einen feierlichen Umzug und ein Fahnenschwenken gegeben.

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Die Lintforter Schützen haben eine neue Stadtkönigin! Um Punkt 18.40 Uhr gelang Ingrid Pittgens von St. Josef Kloster Kamp der Königsschuss. Es war der 323. Schuss. Damit übernimmt sie die Königskette und –ehre von Manfred Wrembel. Zum ersten Mal stellt die St. Josef Bruderschaft den Stadtkönig, oder besser: die Stadtkönigin. Königin Pittgens wurde standesgemäß mit einem Lorbeerkranz gekrönt und erhielt anschließend die Amtsinsignien. Prinzgemahl ist ihr Ehemann Hans-Joachim Pittgens.

Nach gut vier Stunden war das Königsschießen der Schützen damit beendet. Dr. Christoph Müllmann nahm die feierliche Inthronisierung vor. Beim 28. Stadtschützenfest hieß es „Gut Schuss, Kamp-Lintfort!“ Am Samstag schossen die Königinnen und Könige ihr neues Stadtoberhaupt, ganz standesgemäß, auf dem Prinzenplatz aus. „Früher war das auch schonmal woanders, beispielsweise auf dem Kirmesplatz“, weiß Stefan Angenvorth.

Gute Tradition

In diesem Jahr begann das Fest mit dem Festumzug der Königspaare vom EK3 zum Prinzenplatz. Dort gab es ein Fahnenschwenken. Das Armbrustschießen begann um 14 Uhr mit dem Ehrenschuss. Danach maßen sich die Schützenkönige miteinander und stärkten sich zwischendurch am Stand von Gastronomin Anna Rigani.

Noch ist die Volksbank ohne Löcher. Ein gutes Zeichen!“, scherzte Herbert Kirsch, der das Schießen moderierte. Der Vogel schwebte an einem Gerüst vor der Fassade. Ganz so viele Löcher dürfte besagte Bank nicht bekommen haben. „Die Armbrust ist arretiert, sie kann nur in einem bestimmten Bereich bewegt werden“, erklärte Angenvorth. Dennoch war die Filiale sicherheitshalber geschlossen, damit niemand durchs Schussfeld lief. Schon beim zehnten Schuss war die erste Kralle durch Manfred Wrembel gefallen.

Schuss um Schuss fiel, die Laune war bestens, doch lange geschah nichts. Um 15.19 Uhr wurde es Moderator Kirsch schließlich zu viel: „Es ist 15.19 Uhr, der Kopf hat bisher nie solange mitgemacht.“ Und das saß: Just in diesem Moment fiel der Kopf. Mirjam Wulfert von der Eintracht Altfeld-Saalhoff hatte ihn im 51. Schuss getroffen. Mit dem 157. Schuss traf Heinrich Ketelaers schließlich den rechten Flügel und wenig später, mit dem 161. Schuss fiel der linke Flügel durch Joannes Emmerichs. Den Schwanz traf Ernst Tischer mit dem 219. Schuss.

Pechvogel war Mirjam Wulfert mit dem 322. Schuss, genau vor dem Königsschuss. Es schossen um den Titel: St. Michael Saalhoff: König Michael Lisken mit Königin Anne Hopmann, St. Sebastianus Camperbruch: Ernst Tischer, Freischütz Kamperbruch: Königin Mirjam Wulfert, Eintracht Altfeld-Saalhoff: Kaiser Willi Gelen mit Kaiserin Marianne Gelen, St. Bernhardus Rossenray: König Manfred Wrembel, St. Johannes Nepomuk Alt-Lintfort: König Heinrich Ketelaars mit Königin Gabriele Ketelaars, St. Josef Kloster Kamp: Königin Ingrid Pittgens mit Prinzgemahl Hans-Joachim Pittgens, SV Eintracht Bönninghardt-Vierquartieren: Kaiser Johannes Emmerichs mit Königin Emmi Oellermann.

Im Vorfeld hatte Bürgermeister Christoph Landscheidt die Schützen im Rathaus empfangen: „Das Schützenwesen ist eine lebendige Tradition in unserer Stadt. Durch alle Altersklassen sind viele Menschen in den Vereinen und Bruderschaften ehrenamtlich aktiv.“ Dafür dankte er. Angenvorth: „Auch wenn wir noch kein genaues Datum haben, das Kamp-Lintforter Schützenfest um den Stadtkönig wird es auch im nächsten Jahr wieder geben.“

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