Corona

Kamp-Lintfort: Hochschule bietet Studenten Hilfe an

Die Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort läuft auf Notbetrieb. Das hat Auswirkungen auf viele Bereiche, nicht zuletzt auf die Studierenden.

Die Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort läuft auf Notbetrieb. Das hat Auswirkungen auf viele Bereiche, nicht zuletzt auf die Studierenden.

Foto: Archivbild: Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Bei Angst und Sorgen solle man sich melden, schreibt Hochschulpräsident Oliver Locker-Grütjen an Studierende und Mitarbeiter.

Das ausgedehnte Kontaktverbot der Landesregierung wirkt sich auch auf die weitere Arbeitsweise der Hochschule in Kamp-Lintfort aus. In einem offenen Brief wendet sich Hochschulpräsident Oliver Locker-Grütjen jetzt an Studierende und Mitarbeiter. Darin beschreibt er die Umstände, unter denen die Hochschule nun weiter betrieben wird und bietet Studierenden Hilfe an.

So seien „einschneidende Veränderungen erforderlich“ gewesen, schreibt Locker-Grütjen und erinnert an die Verschiebung des Vorlesungsstarts, die Absage jeglicher Veranstaltungen und an die Umstellung auf den geregelten Notbetrieb. https://www.nrz.de/staedte/wesel-hamminkeln-schermbeck/coronavirus-im-kreis-wesel-alle-nachrichten-news-zahlen-faelle-infizierte-zu-corona-aus-moers-wesel-dinslaken-kamp-lintfort-voerde-rheinberg-id228670101.html

Bekanntlich hat die Hochschule den Beginn des Sommersemesters vorerst auf den 20. April verschoben und bereits sämtliche öffentliche Veranstaltungen bis zum 17. Juli abgesagt. Die Lage sei „ausgesprochen ernst“, so Locker-Grütjen. „Zum Schutz unser aller Leben müssen wir auf das verzichten, was unsere Hochschule besonders macht – der direkte und fruchtbare Austausch mit den vielen unterschiedlichen Menschen“ - nicht nur auf dem Campus, sondern auch in der gesamten Region. Auch der Austausch mit Unternehmen und Institutionen sei nicht mehr so möglich wie bisher.

Zusammenhalt sei jetzt wichtig, sagt Hochschulpräsident Oliver Locker-Grütjen

„Lehren, forschen, diskutieren – all das ist derzeit nicht mehr möglich oder nicht mehr so, wie wir es gewohnt sind. In dieser neuen Situation ist es besonders wichtig, dass Wirtschaft und Gesellschaft weiterhin so weit wie möglich funktionsfähig bleiben. Und dies gilt auch für unseren Hochschulbetrieb“, sagt Oliver Locker-Grütjen und kündigt weitere Veränderungen an, um die Arbeitsfähigkeit der Hochschule zu gewährleisten

Eine Taskforce der Hochschule trifft sich mehrmals in der Woche und stimmt sich nach eigener Aussage auch mit anderen Hochschulen in NRW ab. „Dass es auch ohne direkte soziale Kontakte weiter geht und sozial bleibt, daran arbeiten wir alle täglich und mit kreativen Lösungen (z.B. in der IT, in den Fakultäten, im AStA, in der Verwaltung).“ Gleichzeitig appelliert der Hochschulpräsident an Solidarität und Zusammenhalt. „Es ist wichtiger denn je, sich von der Vernunft leiten zu lassen und die Menschlichkeit zu erhalten“, sagt Locker-Grütjen und wendet sich in seinem Brief direkt an die Studentinnen und Studenten.

„Für Sie ist die Situation jetzt schon sehr schwierig. Sie wissen nicht, wann Sie Ihre Prüfungen absolvieren können. Sie fragen sich, wie es mit dem Sommersemester weitergeht. Sie sind besorgt, ob Sie Ihr Studium weiterhin finanzieren können.“ Die Hochschule setze sich „mit Nachdruck“ dafür ein, die bereits entstandenen Beeinträchtigungen zu minimieren. Auch darüber hinaus bietet Locker-Grütjen den Studierenden Hilfe an: „Wenn Sie sich Sorgen um Ihren Job, Ihre Wohnung oder Ihre Zukunft machen, lassen Sie es uns wissen. Wir werden versuchen, Ihnen hier so weit wie möglich zur Seite zu stehen.“

An alle Hochschulangehörigen, sowie an Personen außerhalb der Hochschule, die ihre Hilfe anbieten, richtet Locker-Grütjen seinen besonderen Dank und fordert ebenso wie viele andere gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt.

„Eines ist sicherlich nunmehr wichtiger denn je: Wir müssen den Herausforderungen gemeinsam begegnen.“

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