Soziales

Kamp-Lintfort: Im Einsatz für Menschen mit Handicap

Bernhard Krebs bleibt weiter Behindertenbeauftragter der Stadt Kamp-Lintfort. Foto: Markus Weißenfels / FUNKE Foto Services

Bernhard Krebs bleibt weiter Behindertenbeauftragter der Stadt Kamp-Lintfort. Foto: Markus Weißenfels / FUNKE Foto Services

Foto: Markus Weißenfels / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Bernhard Krebs bleibt weiterhin Behindertenbeauftragter der Stadt. Viele Verbesserungen für Menschen mit Handicap hat er angestoßen.

Seit 2013 setzt sich Bernhard Krebs als ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter der Stadt Kamp-Lintfort für die Belange von Menschen mit einer Behinderung ein. Im Dezember wurde Krebs jetzt vom Haupt- und Finanzausschuss einstimmig für eine weitere Amtszeit von 5 Jahren wiedergewählt. Der 59-jährige Kamp-Lintforter, der auch dem Stadtrat angehört, bietet wöchentliche Sprechstunden für Betroffene und deren Angehörigen an. Das sind viel mehr Menschen, als man zunächst vermutet. „Rund 25 Prozen der Kamp-Lintforter Bürgerinnen und Bürger haben einen Grad der Behinderung“, erklärt Krebs. Besonders oft unterstützt Krebs bei Anträgen rund um die Belange behinderter Menschen. Neben Vergünstigungen im ÖPNV-Angebot könnten Betroffene sich zum Teil auch von den Rundfunkgebühren befreien lassen. Zuständig ist Krebs auch für den barrierefreien Zugang von öffentlichen Gebäuden.

Aufzüge im Rathaus mit Spiegeln

Auf seinen Vorschlag wurden die Aufzüge im Rathaus mit Spiegeln versehen, um Menschen im Rollstuhl einen leichteren Ein- und Ausstieg zu ermöglichen. Im Ratssaal wurde ein Rollstuhl-Lifter eingebaut, damit auch Menschen mit einer Körperbehinderung an Ratssitzungen teilnehmen können. Seit 2019 ist Bernhard Krebs auch Mitglied im Gestaltungsbeirat und klopft dort Neubauprojekte auf ihre Barrierefreiheit ab. „Es ist wichtig, die Belange behinderter Menschen schon in der Planungsphase zu berücksichtigen. Wenn man selbst nicht von einer Behinderung betroffen ist, kann man sich oftmals nicht in die Situation der Betroffenen und deren Herausforderungen im Alltag hineindenken“, so Krebs. Oftmals würden kleine Maßnahmen einen großen Unterschied machen.

Bushaltestellen barrierefrei umgebaut

Besonders stolz ist der Behindertenbeauftragte indes auf den barrierefreien Umbau von vielen Bushaltestellen im Kamp-Lintforter Stadtgebiet. „Die Stadtverwaltung und die Politik haben die Zeichen der Zeit erkannt und bauen die Haltestellen sukzessive aus“, erklärt Krebs. Die Zusammenarbeit mit Verwaltung und dem Stadtrat laufe durchweg sehr gut, auch über alle Parteigrenzen hinweg. Für die Zukunft wünscht sich Krebs für Kamp-Lintfort noch mehr Angebote für Behinderte im Sport oder in der Freizeitgestaltung. Für das Ehrenamt wendet Bernhard Krebs neben der wöchentlichen Sprechstunde viel Zeit für Recherche, Fortbildungen, Vernetzung mit anderen Behindertenbeauftragten und viele Besprechungen auf. „Es mach mir immer noch großen Spaß und es geht mir um die Menschen“, so Krebs. Der höchste Lohn sei ein Dankeschön von Menschen, denen er geholfen habe. Die Sprechstunden im Rathaus finden jeden Montag von 13:30-15:30 Uhr statt. In Zeiten der Kontaktbeschränkung durch die Corona-Pandemie laufen die Beratungen vor allem über das Telefon unter 0 28 42 / 9 12-3 90 oder per E-Mail unter behindertenbeauftrager@kamp-lintfort.de .

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