Landesgartenschau

Kamp-Lintfort: Sanierung des Zechengeländes dauert länger

Die Sanierung ist im vollem Gange – wird aber wohl ein halbes Jahr länger dauern.

Foto: Lars Fröhlich

Die Sanierung ist im vollem Gange – wird aber wohl ein halbes Jahr länger dauern.

Kamp-Lintfort.   Termin Mitte 2018 kann nicht gehalten werden. Jetzt sollen die Arbeiten Januar 2019 fertig sein. Stadt sieht Landesgartenschau nicht gefährdet.

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Der Zeitplan für die Sanierung des Zechengeländes ist ins Wanken geraten. Die RAG MI könne das gesteckte Ziel, mit den Arbeiten bis Mitte 2018 fertig zu sein, nicht einhalten. Das gab Kämmerer Martin Notthoff in der Sitzung des Umweltausschusses am Donnerstag bekannt. Das Ende der Sanierungsarbeiten ist jetzt für Januar 2019 terminiert – also ein halbes Jahr später als ursprünglich geplant. Dies sei aber keine Gefährdung für die Landesgartenschaupläne, so Notthoff.

Dass die Sanierung mit Hochdruck laufe, könne jeder beobachten, sagte Notthoff. Nichtsdestotrotz habe es bei den Abrissarbeiten aber einige „Überraschungen“ gegeben, die für die Verzögerungen verantwortlich seien. So wurde etwa unter dem Areal für das geplante Kino ein Bunker entdeckt, dessen Existenz nicht bekannt war. „Man kann das kompensieren. Bis Januar 2019 werden immer wieder Teilabschnitte aus der Bergaufsicht entlassen und uns zur Verfügung gestellt“, erläuterte Notthoff. Mit Auslauf des Frühjahrs 2018 werde zum Beispiel die Kunststoffdichtungsbahn auf dem Sicherungsbauwerk fertig, so dass dort schon mit Pflanzarbeiten begonnen werden könne. Die Kamp-Lintforter könnten sicher sein, dass auch die RAG MI mit Hochdruck an der Eröffnung der Landesgartenschau arbeite.

Grünen-Fraktionschef Johannes Tuschen zeigte sich dennoch „leicht schockiert“: „Uns fehlt damit ein halbes Jahr aus dem Plan.“ Ralf Borkenhäuser (SPD) kritisierte zudem die Informationspolitik der RAG MI. Dem Ausschuss sei seitens der RAG MI versprochen worden, die Öffentlichkeit regelmäßig über die Bauabschnitte zu informieren, das geschehe nicht umfänglich.

Was den niedrigen Wasserstand des Pappelsees angeht, kündigte Notthoff für die nächste Sitzung des Umweltausschusses ein Konzept der Lineg an. „Der Wasserstand ist nicht mehr das, was man aus der Vergangenheit kennt“, so Notthoff. Immer wieder habe die Lineg in letzter Zeit Maßnahmen zur Regulation ergriffen, keine davon sei aber von dauerhaftem Erfolg gekrönt worden. „Wir arbeiten jetzt mit der Lineg an einer neuen Konzeption. Die Vorschläge werden wir in der nächsten Sitzung einbringen.“ Den Wasserstand so wiederherzustellen, wie er einmal war, werde aber sicher mit großen Schwierigkeiten verbunden sein.

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