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Kamp-Lintfort: Supermarkt könnte Vorzeigeprojekt werden

So sieht der aktuelle Entwurf für den Rewe-Markt auf dem Marktplatz in der Altsiedlung aus. Rechts blickt man in die Ebertstraße.

So sieht der aktuelle Entwurf für den Rewe-Markt auf dem Marktplatz in der Altsiedlung aus. Rechts blickt man in die Ebertstraße.

Foto: bob-architektur BDA

Kamp-Lintfort.   Der Entwurf für den Rewe-Markt in der Altsiedlung kam auf dem Bürgerinformationsabend gut an. Aber: Verkehrssituation muss verbessert werden.

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Die Planungen für den Rewe-Markt auf dem Marktplatz in der Altsiedlung nehmen immer konkretere Formen an. Auf einem Bürgerinformationsabend am Mittwoch stellte Architekt Robert Wetzels vom Kölner Büro bob-architektur BDA den aktuellen Entwurf vor – und erntete dafür Applaus von vielen der knapp 100 Anwesenden.

„Die Messlatte liegt städtebaulich sehr hoch“, hatte Planungsamtsleiterin Monika Fraling im Vorfeld noch einmal betont. Das unterstrich auch Wetzels: „Wir befinden uns an einem historischen Ort, der einer besonderen Lösung bedarf.“ Markenzeichen des aktuellen Entwurfs ist ein sogenanntes „fliegendes Holzdach“, das mit einem vier Meter breiten Austrag dem Gebäude den Charakter einer Markthalle verleihen soll. In gleicher Breite soll ein „Boulevard“ rund um das Gebäude führen. Die Außenfront soll mit 4,50 Meter mal 2,50 Meter großen transparenten und transluzenten Glasscheiben ebenfalls den Hallen-Charakter betonen. Auf dem dann komplett überbauten Marktplatz sind 77 Stellplätze vorgesehen. Das Dach würde Wetzels, dessen Büro auch das EK3 entworfen hat, gerne angestrahlt wissen. „Ich glaube, dass wir hier die Chance auf ein Vorzeigeprojekt haben“, so Wetzels.

36 Bäume müssen gefällt werden

Kritik gab es dennoch: Der Bau versperre den Blick auf die dahinterliegenden Häuserzeilen, so ein Anwohner. Einer Bürgerin bereitet Sorge, dass 36 Bäume gefällt werden, der Parkplatz nicht beschattet würde. Die Planung für die Eingrünung stehe noch ganz am Anfang, sagte Bürgermeister Christoph Landscheidt. Es sei aber eine Vorgabe der Stadt, dass so wenig Bäume wie möglich wegfallen sollen.

Klar sein müssten sich die Anlieger auch darüber, dass es mehr Verkehr geben werde. Die Zufahrt zum Parkplatz wird über die Franzstraße erfolgen. Noch wird nach der besten Lösung für den Knotenpunkt Franz-/Ebertstraße gesucht. Dort bestünden heute schon gewisse Beeinträchtigungen – auch aufgrund fehlender Sichtbeziehungen, sagte der mit dem Verkehrsgutachten beauftragte Ingenieur Thomas Rödel. „Da werden wir Maßnahmen zur Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit ergreifen.“ Zu beachten sei dabei auch der starke Schülerverkehr.

Eröffnung im Dezember 2019 geplant

Als Eröffnungstermin ist von allen Beteiligten nach wie vor Dezember 2019 anvisiert. „Wir brauchen sieben Monate, sobald wir loslegen können“, sagte Josef Schoofs, Geschäftsführer der Schoofs-Gruppe, die den Markt baut. Baubeginn kann aber erst sein, wenn das Baugenehmigungsverfahren abgeschlossen ist.

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