Betriebspraktikum

Kamp-Lintforter Grundschüler lernen Physik von Gymnasiasten

Das ist Physik: Mit Wasser können Töne auf dem Weinglasrand erzeugt werden.

Das ist Physik: Mit Wasser können Töne auf dem Weinglasrand erzeugt werden.

Foto: Foto: GFG

Kamp-Lintfort.  Zwei Wochen lang haben sich zwölf Schüler des Georg-Forster-Gymnasiums als Lehrer versucht. Das fand ein Kind der Ebertschule „voll krass“.

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Zwölf Schülerinnen und drei Schüler des Georg-Forster-Gymnasiums (GFG) haben im Rahmen ihres Betriebspraktikums in den letzten zwei Wochen alle Schüler der vierten Klassen der Grundschulen aus Kamp-Lintfort in den Fächern Chemie, Physik und Sport unterrichtet.

„Voll krass“ rief ein Kind der Ebertschule voller Begeisterung, als die drei Schüler der zehnten Klasse Sumeja Suljkanovic, Ben op de Hipt und Olivia Novik den Grundschülern in einem der Chemieräume zeigten, wie sie mit Zitronensäure in Geheimschrift schreiben können.

Zur Auflockerung gibt es Sport

Selber experimentieren durften die Grundschüler natürlich auch, beispielsweise im Physikunterricht, als sie zusammen mit den Gymnasiasten Phillip Rahn und Noah Can Er mit Wasser und Weingläsern Töne erzeugten. Zur Auflockerung bekam jede Klasse auch eine Sportstunde, in der sich die Kinder im Völkerball austoben konnten.

Um den Schülern den Unterrichtsstoff besser zu vermitteln, haben in den Stunden selbst immer zwei Schülerinnen oder Schüler die Stunden zusammen durchgeführt. Hinten im Raum saß zudem noch ein dritter Schüler, um am Ende ein Feedback zur Unterrichtsstunde gegeben hat.

Olivia Novik und Ben op de Hipt, hatten sehr viel Spaß in diesen für sie teilweise sehr anstrengenden zwei Wochen. „In der ersten Woche sind wir alle in die Grundschulen gefahren und haben unsere Klassen für die zweite Woche kennengelernt und unseren Unterricht geplant. Ich selbst war an der Ernst-Reuter-Schule, da ich früher selber an der Schule war. In der zweiten Woche haben wir dann von 8 bis 12.30 Uhr jeden Tag unterrichtet und danach den nächsten Tag vorbereitet“ berichtet Ben.

Ein Gewinn für beide Seiten

Für Dr. Renate Seidel ist das „GuG“-Projekt ein Gewinn für alle: „Die Oberstufenschüler lernen ihre Schule mal etwas anders kennen und merken, ob der Lehrerberuf etwas für sie später ist. Die Grundschüler hingegen haben etwas Abwechslung in ihrem Schulalltag und lernen andere Fächer als Deutsch oder Mathe kennen.“ Die Leiterin des Projekts erzählt, dass sie immer mit den Schülern nach dem Praktikum Pizza essen gehe und jeder nach den zwei Wochen wisse, ob er sich später mal als Lehrerin oder Lehrer sehen. Das Projekt wird von der Sparda-Bank West eG finanziell unterstützt.

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