Schulprojekt

Kamp-Lintforter Gymnasiasten kochten mit Gourmet-Koch

So sehen Fischstäbchen aus, die die Georg-Forster-Gymnasiasten Sarah Hairi, Cigdem Scheffler, Paula Rascke, Mayeda Jakupi, Numen Kalin mit Gourmet-Koch David Spickermann gekocht haben. Hinten Sponsor Thorsten Kalmutzke und die stellv. Schulleiterin Dietlind Frommann-Grün.

So sehen Fischstäbchen aus, die die Georg-Forster-Gymnasiasten Sarah Hairi, Cigdem Scheffler, Paula Rascke, Mayeda Jakupi, Numen Kalin mit Gourmet-Koch David Spickermann gekocht haben. Hinten Sponsor Thorsten Kalmutzke und die stellv. Schulleiterin Dietlind Frommann-Grün.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Georg-Forster-Gymnasiasten kochten mit David Spickermann Besonderes. Der Küchenchef nannte es zwar Fischstäbchen, aber die sahen so anders aus.

Hühnchen mit Erbsen und Möhren. Kennt jeder. Kann man aber so oder so machen. Das erlebten jetzt über 20 Schülerinnen und zwei Schüler (Kochen scheint nach wie vor eher Mädels-Sache zu sein) beim Projekttag mit David Spickermann. Spickermann weiß, was er tut: Er war 12 Jahre lang Koch in Björn Freitags Sternerestaurant. Und deshalb geht bei ihm Hühnchen mit Erbsen und Möhren so: gefüllte Teigtaschen mit Hähnchenfleisch, gedämpft in Limettenblättern, Hähnchenspieß mit Zuckerschoten und violetten Möhren, abgerundet mit Kokosmilch und Cashewkernen.

Bitte probieren: Welche Mango schmeckt besser?

Das war die Hauptspeise des „alltagstauglichen Dreigänge-Menus“, das er mit den unter 120 Interessenten ausgelosten „Beiköchen“ des Gymnasiums in der Küche der Kita Löwenzahn im Niersenbruch zubereitet hat. Da gab es für die jungen Leute einiges zu schnippeln und zu wickeln. Natürlich auch zu essen. Wobei die Möhren nur wenige Fans bekamen, wohingegen die Zuckerschoten gerne mal von Teller zu Teller getauscht wurden, damit nichts übrig blieb.

Die Vorspeise hieß „Fischstäbchen“, aber auch die sind dann nicht aus der Tiefkühlung, sondern gehen so: Frischer Lachs wird in dünne Baguette-Scheibchen verpackt und ausgebraten, dazu gibt es Mango-Chili-Salsa und Gurkenrosetten. Und

eine Lehrstunde, wie Mango schmecken kann. Die eine aus dem Supermarkt, noch halb grün, auf der Überfahrt über den großen Teich ein bisschen nachgereift, die andere gelb gepflückt und mit dem Flieger nach Europa transportiert. Schon ein Unterschied, schmecken die jungen Menschen.

So wird Spickermann der Tag versüßt

„Mag jemand keinen Fisch?“, fragt der Koch in die Runde. Der eine oder andere Finger geht hoch. „Ihr würdet mir den Tag versüßen, wenn ihr wenigstens probiert“, sagt Spickermann. Denn auch das ist ein Anliegen dieses Kochkurses de luxe: Junge Menschen aufzufordern, einfach mal auszuprobieren. „Nach Rezept kochen ist manchmal gut“, sagt Spickermann, „aber nehmt doch einfach mal ein Gemüse oder Obst beim Einkauf mit, das ihr nicht kennt, und guckt einfach, was man damit machen kann.“

Kann natürlich auch schief gehen. „Die sind etwas sauer“, befindet eine Schülerin über die Johannisbeeren, die sie bis dahin noch nie gegessen hatte. Wie gut, dass sie nicht allein daher kamen, sondern zum Schokoküchlein gereicht wurden. Die Feigen dagegen, die kamen schon an.

Ein Geschenk für andere zum Jubiläum

Möglich gemacht hat dieses besondere Projekt die Event-Agentur Passepartout des Kamp-Lintforters Thorsten Kalmutzke, der anlässlich des 20-jährigen Jubiläums jeden Monat ein besonderes Erlebnis verschenkt.

Während die einen Schüler kochten und schnippelten, waren die anderen Georg-Forster-Gymnasiasten in weiteren Projekten unterwegs. die unter dem Motto „Wir für uns und andere“ standen, zum Beispiel beleuchteten sie den Klimawandel mit Live-Satellitenbildern, sangen in Altenheimen oder machten eine Stadtführung durch Düsseldorf unter Leitung von Obdachlosen mit.

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