Sozialdemokratie

Kamp-Lintforter René Schneider sieht einen Neustart der SPD

René Schneider auf dem LaGa-Gelände oben auf dem Zechenturm .

René Schneider auf dem LaGa-Gelände oben auf dem Zechenturm .

Foto: Norbert Prümen / FUNKE FotoServices

Am Niederrhein.  SPD-Landtagsabgeordneter René Schneider aus Kamp-Lintfort sieht im Parteitag den Startschuss für eine neue Zeit. Und spricht über Kevin Kühnert.

Der hiesige SPD-Landtagsabgeordnete René Schneider aus Kamp-Lintfort ist am Wochenende beim Bundesparteitag der Sozialdemokraten dabei gewesen. Matthias Alfringhaus (NRZ) hat den 43-Jährigen zu seinen Eindrücken befragt.

War das jetzt der Neustart der SPD?

Das war definitiv der Startschuss für eine neue Zeit in der SPD. Wir haben einen Grundsatzbeschluss gefasst, der zu uns und unserem Markenkern passt. Denn wir lassen Hartz IV hinter uns, werden Kinderarmut weiter bekämpfen und gleichzeitig daran arbeiten, dass Mama und Papa genug verdienen. Dazu passt das neue Führungsduo perfekt.

Ist es nicht seltsam, dass ein neues Führungsduo gewählt wird, Kevin Kühnert aber bei vielen beliebter ist?

Ist das so? Ich merke, dass Kevin Kühnert extrem polarisiert – sowohl innerhalb der Partei als auch außerhalb. Man liebt ihn oder man hasst ihn, doch niemanden lässt er unberührt. Das neue Führungsduo wirkt dagegen ausgleichender. Und genau das brauchen wir jetzt.

Was erhoffen Sie sich von den Gesprächen der neuen Parteispitze mit der Union?

Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans haben eine klare Vorstellung von dem, wohin sich die SPD wieder entwickeln muss. Ihre Vorstellung beim Parteitag hat deutlich gemacht, dass sie dabei arbeitsteilig vorgehen werden. Damit haben wir doppelte Schlagkraft und gleichzeitig müssen beide nicht fürchten, als Teil des Bundeskabinetts ins Glied zurückgepfiffen zu werden. So lässt sich dann hoffentlich besser „Rot pur“ umsetzen, so wie wir das an diesem Wochenende beschlossen haben.

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