Schule

Kamp-Lintforter Unesco-Schule bot Unterhaltung mit Tiefgang

Nach der Sanierung der Stadthalle konnten die Schüler der Unesco-Schule endlich wieder die große Bühne entern.

Nach der Sanierung der Stadthalle konnten die Schüler der Unesco-Schule endlich wieder die große Bühne entern.

Foto: Ulla Michels / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Beim Winterfestival zeigten 270 Unesco-Schüler in Kamp-Lintfort ihr Talent auf der großen Bühne. In kleinen und großen Gruppen oder als Solisten.

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Sie musizierten, schauspielerten und tanzten: Nach einem Jahr Zwangspause – wegen der Sanierung der Stadthalle – sind die Schüler der Unesco-Gesamtschule auf die Bühne zurückgekehrt – und der Elan ist definitiv geblieben.

Am Dienstag- und Mittwochabend zeigten 270 Schüler der Klassen fünf bis zwölf bei ihrem traditionellen Winterfestival ihr Können. „Saallicht aus, Vorhang auf!“, hieß das Programm. „Auf der Bühne wird ordentlich was los sein“, kündigte Barbara Sterzenbach, Lehrerin und Organisatorin des Winterfestivals, an. Zu viel hatte sie damit nicht versprochen. Der Vorhang öffnete sich und knapp 50 Kinder der fünften Klassen standen auf der Bühne und sangen den Winterkanon.

Weiter ging es mit den Darstellen-Gestalten-Kursen der Jahrgänge sieben bis zehn. Jede Klasse widmete sich einem der vier Elemente: Erde, Feuer, Wasser, Luft. „Die vier Elemente beschreiben das Leben. Als Unesco-Schule halten wir uns an die Ziele der Vereinten Nationen, die 17 Nachhaltigkeitsziele festgesetzt haben“, erklärte Sterzenbach.

Die Probleme der Welt, bildlich dargestellt

Zum Thema Erde wurde ein Menschenschattenspiel gezeigt. Synchron und auf den Punkt formten die Schüler hinter dem beleuchteten Stofftuch, das als Leinwand diente, Figuren und erzählten Geschichten von wachsenden Blumen und Bergwelten. Das Element Feuer wurde mit einer Lichtshow visualisiert. Die Stadthalle war komplett verdunkelt. Auf der Bühne zeigten die Schüler eine Choreografie, bei der nur die feuerroten Lampen in ihren Handflächen leuchteten. Auf unterhaltsame Art und Weise wurde das nächste Element, die Luft, dargestellt. Redewendungen, wie „Jetzt halt doch ‘mal die Luft an“, „Nichts als heiße Luft“ oder „In die Luft gehen“ wurden szenisch mit kurzweiligen Dialogen dargestellt.

Die nachdenklichste Darbietung war die zum Thema Wasser. In bunten und aufwendigen Kostümen tanzten die Schüler der neunten Klasse. Sie verkörperten die vielfältige Unterwasserwelt. Dann erhielt die Musik einen bedrohlichen Charakter: Schüler mit Kostümen, die aussahen wie Plastikflaschen oder Milchkartons, enterten die Bühne und vertrieben die diverse Unterwasserwelt. So sollte auf die zunehmende Meeresverschmutzung aufmerksam gemacht werden.

Die Schüler traten in großen und kleinen Gruppen, aber auch als Solisten auf: Chantal Wegner sang „I don’t wanna be you anymore“ von Billie Eilish. Ganz selbstsicher stand die Zehntklässlerin auf der Bühne. Ihr Mut wurde mit jeder Menge Applaus belohnt. Auch Mulla-Can Köse überzeugte allein vor dem großen Publikum mit seinen Gitarrenklängen. Schulleiter Jürgen Rasfeld war sichtlich stolz auf seine Schüler: „Es ist jedes Jahr wieder schön zu sehen, mit wie viel Engagement sie beim Winterfestival dabei sind.“

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