Europapolitik

Karl-Heinz Florenz tritt zur Europawahl 2019 nicht mehr an

Karl-Heinz Florenz

Foto: Europäisches Parlament

Karl-Heinz Florenz Foto: Europäisches Parlament

Neukirchen-Vluyn/Brüssel  Karl-Heinz Florenz, Landwirt aus Niep, ist seit fast 30 Jahren als Europapolitiker aktiv. Jetzt muss die CDU einen Nachfolger suchen.

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. Der Europaabgeordnete Karl-Heinz Florenz wird seine Tätigkeit im Europäischen Parlament zum Ende dieser Wahlperiode 2019 beenden. Das gab er anlässlich der Sitzung des CDU- Bezirksvorstands am vergangenen Freitag in Krefeld bekannt.

„Europa war fast 30 Jahre meine große Passion, aber jetzt ist die Zeit gekommen, der jungen Generation den Staffelstab zu übergeben“, sagte der Europapolitiker aus Niep. Und weiter: „Große Errungenschaften in der Klima- und Abfallpolitik sowie in der Tabakkontrolle haben meine politische Laufbahn zu einer sehr erfolgreichen gemacht.“

Der Niederrhein im Zentrum des Handelns

Die Anliegen des Niederrheins hätten immer im Zentrum seines Handelns gestanden.

Er habe selbst entscheiden wollen, wann diese „wunderbare Aufgabe“ zu Ende gehe, sagte Florenz der NRZ. Dass er jetzt bekannt gegeben hat, 2019 nicht mehr anzutreten, liegt in seiner vorausschauenden Art begründet. Er habe der Partei hinreichend Zeit geben wollen, die Nachfolge gut vorzubereiten, sagte Florenz. Immerhin müssen sechs Kreise unter einen Hut gebracht werden.

Aber Karl-Heinz Florenz kennt das ja mit der Langfristigkeit. „Europapolitiker sind keine Kurzstreckenläufer“, sagt er.

Mit Blick auf Europa hat Florenz eine Sorge

Manchmal braucht man einen langen Atem. Und es gibt ja nicht nur Europa-Freunde, siehe Brexit und Katalonien. „Die Solidarität in Europa ist meine große Sorge“, gibt Florenz zu. Aber, auch das sagt der Landwirt aus Niep: Er sei ja noch anderthalb Jahre mit an Bord, um sich einzubringen. Er habe jedenfalls keinen Grund, ein Miesepeter zu sein, sagt Florenz schmunzelnd. Die NRZ hat ihn auf einem Parkplatz auf dem Weg nach Straßburg erreicht. Wie passend.

Der CDU-Bezirksvorsitzende Dr. Günter Krings betonte: „Karl-Heinz Florenz ist mehr als ein Vierteljahrhundert lang immer engagiert für Europa eingetreten, hat gleichzeitig aber auch den Finger in Wunden gelegt.“ Der CDU-Bezirksverband wird im ersten Halbjahr 2018 über einen Nachfolger beraten und entscheiden, heißt es.

Sabine Weiss: „Herausragender Vertreter der CDU“

Krings: „Als niederrheinischer Bezirk liegen wir in direkter Nachbarschaft zu den Niederlanden, und Brüssel ist für uns jedenfalls geografisch deutlich näher als Berlin.“ Wer die Bürger und die CDU am Niederrhein in Europa vertritt, sei eine besonders wichtige Frage.

Die Kreisvorsitzende Sabine Weiss bezeichnete Florenz als einen „herausragenden politischen Vertreter der CDU im Kreis Wesel“.

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