Klartext für Kinder

„Klartext für Kinder“ engagiert sich über Moers hinaus

Gudrun Tersteegen, Michael Passon und Ingrid Hoffmann suchen weitere Ehrenamtler, die Lust haben, sich bei Klartext für Kinder zu engagieren.

Gudrun Tersteegen, Michael Passon und Ingrid Hoffmann suchen weitere Ehrenamtler, die Lust haben, sich bei Klartext für Kinder zu engagieren.

Foto: Erwin Pottgiesser

Moers.   Der Verein Klartext für Kinder weitet seinen Aktionsradius aus. Er hat Ideen für Moers, Neukirchen-Vluyn, Kamp-Lintfort und eine weitere Kommune.

Für den Verein Klartext für Kinder – Aktiv gegen Kinderarmut gibt es viel zu tun. So viel, dass der Vorstand des Vereins beschlossen hat, dass künftig neue Wege beschritten werden müssen. Das ist das Resultat einer Klausur, die der Klartext-Geschäftsführer Michael Passon als „Denkfabrik“ bezeichnet. „Es gibt ein paar Dinge, die wir anders machen möchten und müssen“, sagt Passon.

Dazu zählt die Ausweitung des Angebotes beim Tafelbus des Vereins. Bisher bekommen dort Kinder, die zu Hause kein warmes Mittagessen zu erwarten haben, regelmäßig eine warme Mahlzeit. Nach Ostern soll es dort zusätzlich ein Frühstücksangebot geben. Ob der Bus um sieben oder um halb acht anreist, muss noch final geklärt werden. Fest steht aber schon, dass es in Kamp-Lintfort Frühstück geben soll. „Wir sind mit zwei Schulen im Gespräch“, sagt Passon.

Der Verein öffnet sich für externe Projekte

Die bewährten Projekte soll es weiter geben. Im April das Fußballcamp für 30 Kinder. Das Boxcamp im Herbst. Auch an dem Punkt hat der Verein viele Ideen, er möchte mehr anbieten. Tanzen zum Beispiel, Brotbacken oder Schwimmkurse. Vieles sei in Arbeit heißt es.

Aber: „Wir brauchen Manpower.“ Darin sind sich Michael Passon sowie Gudrun Tersteegen und die zweite Vorsitzende Ingrid Hoffmann einig. Nur gibt es nicht immer und überall genügend Ehrenamtler, die all das umsetzen können. Deswegen möchte Klartext für Kinder auch da neue Wege gehen. Der Verein öffnet sich für externe Projekte. Gruppen oder Einrichtungen, die ein gutes Konzept und Leute haben, die es umsetzen können, aber kein Geld, können sich mit der Idee an Klartext für Kinder wenden. Dort wird das Konzept geprüft und über eine mögliche Beteiligung an der Finanzierung entschieden.

Klartext will sich bis nach Rheinberg ausdehnen

„Wir können nicht noch mehr praktische Arbeit leisten“, sagt Ingrid Hoffmann. Schließlich sind die rund 50 dauerhaft aktiven Ehrenamtler schon jetzt gut eingebunden. Sieben von ihnen sind in der Antragsgruppe aktiv, einem der Herzstücke des Vereins. „Es gibt Profis in den Einrichtungen“, sagt Gudrun Tersteegen. Und Klartext ist gut vernetzt und kann den Umgang mit Spenden organisieren.

Und weil der Vorstand auch über die Grenzen von Moers, Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn hinaus Handlungsbedarf sieht, möchte er seine Aktivitäten künftig bis nach Rheinberg ausdehnen. Verschiedene Wohlfahrtseinrichtungen arbeiteten auch städteübergreifend, heißt es. Erste Gespräche sind terminiert. Die Ausweitung werde mit allen Beteiligten besprochen. Man könne vermutlich ab 2020 in die Umsetzung gehen.

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