Gericht

Körperverletzung: Bewährung für Mann aus Kamp-Lintfort

Foto: David-Wolfgang Ebener

Kamp-Lintfort.   Das Landgericht Kleve hat die Unterbringung in der Psychiatrie angeordnet, jetzt zur Bewährung. Angeklagter hatte gegen Auflagen verstoßen.

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Ein 42-jähriger Mann aus Kamp-Lintfort hat sich zum wiederholten Mal vor Gericht verantworten müssen. Ihm werden gefährliche Körperverletzung und der Verstoß gegen das Gewaltschutzgesetz in 23 Fällen sowie unerlaubter Waffenbesitz vorgeworfen. Am Mittwoch, dem dritten Verhandlungstag des aktuellen Prozesses, hat die 1. große Strafkammer des Landgerichts Kleve das Urteil gesprochen und die Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie angeordnet. Die Unterbringung wurde zur Bewährung ausgesetzt. Damit ist die Kammer dem Antrag der Verteidigung auf milder Strafe mit Strafaussetzung gefolgt.

Die Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie hatte die auswärtige große Strafkammer des Landgerichts in Moers erstmals im Februar 2016 angeordnet. Dagegen hatte der Angeklagte Revision eingelegt, worauf der Bundesgerichtshof das Urteil im Juni des vergangenen Jahres aufgehoben hatte. Wie es hieß, sei die Urteilsbegründung nicht ausreichend gewesen, eine psychische Störung als Ursache für die Taten habe nicht hinreichend belegt werden können. Gegen das Urteil kann die Verteidigung innerhalb einer Woche Revision eingelegen.

Dem Angeklagten ist vorgeworfen worden, wiederholt gegen eine einst-weilige Anordnung des Amtsgerichts von 2013 verstoßen zu haben. Ihm ist unter anderem untersagt worden, sich der Wohnung der ehemaligen Lebensgefährtin in Moers oder der Frau selbst zu nähern oder mit ihr Verbindung aufzunehmen. Einmal soll er einen Schreckschussrevolver bei sich getragen und einmal in der gemeinsamen Wohnung mit einer Kleiderstange auf die Geschädigte eingeschlagen haben.

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