Bürgermeisterkandidat

Kommunalwahl 2020: Das sind Michael Pelas Pläne für Moers

Michael Pela.

Michael Pela.

Foto: Sonja Volkmann

Moers.  Im Alleingang hat der Jurist im Juli seine Bereitschaft zur Kandidatur angekündigt. Jetzt liefert er Themen – und stellt eine wichtige Frage.

Eine Findungskommission soll jetzt bei der SPD bis zum Jahresende einen neuen Bürgermeisterkandidaten finden.

Sie besteht aus dem Stadtverbandsvorsitzenden Harald Hüskes und den drei Ortsvereinsvorsitzenden Anja Reutlinger (Rheinkamp), Martina Barwitzki-Graeber (Moers) und Andreas Albrecht (Kapellen). Das Quartett will auch mit dem Genossen Michael Pela (30) sprechen, der im Juli spontan und im Alleingang seine Bereitschaft zur Kandidatur bekundet hatte. Detlef Raabe, bis dahin designierter Kandidat, war nach Pelas Ankündigung zurückgetreten.

Am Dienstag stellte Pela, als Jurist bei einem großen Düsseldorfer Versicherer tätig, in der NRZ-Redaktion seine Pläne vor, mit denen er „Wähler, Nichtwähler und junge Wähler mitnehmen“ möchte. Grundvoraussetzung ist für Pela, der im Studium einen Schwerpunkt im öffentlichen Recht hatte, dass die städtischen Finanzen stimmen: „Sonst kann man nichts machen.“

Warum klappt die Gewerbeflächen-Vermarktung nicht?

So könnte, meint Pela, die Vermarktung von Gewerbeflächen besser laufen als bisher: „Mich wundert, dass der Gewerbesteuer-Hebesatz in Kamp-Lintfort höher ist als in Moers, und es in Kamp-Lintfort trotzdem besser läuft.“ Ebenso möchte er als Bürgermeister von Moers dafür sorgen, dass Baugenehmigungen deutlich schneller bearbeitet würden als bisher: „Ich weiß, dass es im Rathaus Krankheitsfälle gibt, aber die Stadt muss attraktiv für Investoren bleiben. Der Service ist ausbaubar.“ Bei Gewerbeansiedlungen seien nicht nur Logistiker, sondern etwa auch Möbel- und Baumärkte denkbar.

Michael Pela hat viele Ideen, was anders laufen könnte. Zum Beispiel könnten eine Beach-Party im Schwimmbad Rheinkamp, Diskotheken in der Innenstadt und ein lokaler Talentwettbewerb mit prominent besetzter Jury neuen Schwung ins öffentliche Leben bringen.

Parkfest: Eintritt füllt die Kassen

Das Parkfest wünscht er sich zurück – mit Eintritt, damit die Stadtkasse voller wird. Und den oft und von vielen Seiten bemängelten Müll im Schlosspark möchte er in gemeinsamen Aktionen mit Bürgerinnen und Bürgern beseitigen. Interessant wird es bei Pela auch, wenn es um die gewerblichen Leerstände geht: „Die Stadt könnte die Ladenlokale anmieten und dann mit Gewinn an Interessenten weitergeben.“ Ebenso möchte er ein zentrales Beschwerdemanagement bei der Stadt einrichten, den Moers-Pass vereinfachen und die Kosten für die Unterkunft von Bedürftigen sowie die Mieten senken: „Moers ist ganz schön teuer, wenn es ums Wohnen geht.“ Bei der Mobilität will er sich für kostenlose Busse und Bahnen in Moers bis 2030 einsetzen.

Seine Bereitschaft zur Kandidatur als Bürgermeister von Moers hat er in der SPD nicht abgestimmt: „Ich habe aus Überzeugung gehandelt.“ Mit Blick auf seine heimischen Genossinnen und Genossen stellt sich für ihn auch die Frage: „Warum hat nicht jemand anderes seinen Hut in den Ring geworfen?“

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