Bürgerstiftung

Krista Horbrügger wird in Neukirchen-Vluyn ausgezeichnet

Der Vorsitzende der Bürgerstiftung Neukirchen-Vluyn, Kurt Best, überreicht den Ehrenpreis an Krista Horbrügger. Rechts: der Geschäftsführer der Bürgerstiftung Heinz-Jürgen Wienicke.

Der Vorsitzende der Bürgerstiftung Neukirchen-Vluyn, Kurt Best, überreicht den Ehrenpreis an Krista Horbrügger. Rechts: der Geschäftsführer der Bürgerstiftung Heinz-Jürgen Wienicke.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Neukirchen-Vluyn.  Die Bürgerstiftung Neukirchen-Vluyn hat am Freitag ihren Ehrenpreis verliehen. Den hat Krista Horbrügger für ihr besonderes Engagement bekommen.

Krista Horbrügger hat in diesem Jahr den Ehrenpreis der Bürgerstiftung Neukirchen-Vluyn bekommen. Am Freitag wurde der 80-Jährigen die Auszeichnung offiziell übergeben. Coronabedingt fiel die Ehrung etwas kleiner aus als geplant. Ursprünglich war das Stifterforum als würdiger Rahmen vorgesehen. Das war abgesagt worden, aber in diesem Jahr muss ja viel improvisiert werden. Und so fand die Verleihung beim Geschäftsführer der Bürgerstiftung, Heinz-Jürgen Wienecke, statt.

Der Vorsitzende der Bürgerstiftung, Kurt Best, würdigte in seiner Laudatio den besonderen Einsatz von Krista Horbrügger. „Schon sehr früh, noch vor ihrem Studium, entwickelten sich bei ihr der Hang und die Leidenschaft für historisches Entdecken und Aufarbeiten der Zusammenhänge“, sagte Kurt Best. Museumsbesuche seien ihr ein Vergnügen gewesen, das sie mit der gebührenden Vor- und Nachbereitung vollzogen habe.

Das Engagement geht weiter

Krista Horbrügger war mehr als 36 Jahre lang Lehrerin für Latein und Geschichte am Julius-Stursberg-Gymnasium. „Ende 1966 habe ich dort angefangen“, sagt sie. 26 Jahre alt sei sie damals gewesen. Im Jahr 2003 ist die Pädagogin in den Ruhestand gegangen. Der bezog sich allerdings nur auf ihre Lehrtätigkeit an der Schule, denn ihr Engagement für die Geschichte ging außerhalb der Schulmauern weiter.

Krista Horbrügger initiierte Themenausstellungen, sie hält Vorträge und führt Besucherinnen und Besucher durch das ortsgeschichtliche Museum.

„Ihre historische Kompetenz und ihr hohes Engagement beschränkte sich nicht auf ihren Lehrauftrag am JSG“, führte so auch Best in seiner Laudatio weiter aus. Seit 1997 wirkt die engagierte Neukirchen-Vluynerin im Beirat des Museums mit, für die Museumszeitschrift „omma“ schreibt die 80-Jährige seit 2014 für jeder Ausgabe einen Aufsatz.

Die Arbeit gilt als Friedensappell

Spezialisiert hat sich Horbrügger besonders auf die Erforschung der Lebensbedingungen und Verdienste von Frauen aus der Vergangenheit und der heutigen Zeit, wie Best weiter betont. So gehört sie auch zu jenen Autorinnen, die für die Schriftenreihe des Stadtarchivs das Frauenleben in Neukirchen-Vluyn in den Jahren 1877 bis 1997 dokumentiert haben.

Einen weiteren Schwerpunkt ihrer Arbeit hat die diesjährige Ehrenpreisträgerin der Bürgerstiftung auf die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Zeit in Neukirchen-Vluyn gelegt. Kurt Best: „Für uns, vor allem aber auch für die nachfolgenden Generationen, versteht sie ihre Arbeit als Mahnung zur Achtsamkeit und als Friedensappell.

Sie mache ihre Arbeit nach wie vor gern, sagte Krista Horbrügger, die sich sehr über die Wertschätzung gefreut hat. „Ich war überrascht und ausgesprochen gerührt“, sagt sie über den Moment, als Kurt Best ihr ankündigte, dass sie den Preis bekommen werde.

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