Auszeichnung

Landrat zeichnet Neukirchen-Vluyner für große Verdienste aus

Hartmut Kühn erhält den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland durch Landrat Dr. Ansgar Müller (r.)

Hartmut Kühn erhält den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland durch Landrat Dr. Ansgar Müller (r.)

Foto: Ulla Michels / FUNKE Foto Services

Neukirchen-Vluyn.  Hartmut Kühn aus Neukirchen-Vluyn ist mit dem Verdienstkreuz am Bande geehrt worden. Er begründet seinen Einsatz mit einem markanten Satz.

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Klare Kante. Flagge zeigen, Unrecht darf nicht zu Recht werden. Anpacken, wo Hilfe gebraucht wird. Das sind die grundsätzlichen Werte, an denen Hartmut Kühn sein Leben ausgerichtet hat. Sowohl im Berufsleben als Bergmann, als Lokalpolitiker und in seinem sozialen Umfeld. Für all das wurde er am Mittwoch in einer Feierstunde im Rathaus der Stadt mit dem „Verdienstkreuz am Bande“, einem der höchsten Orden der Bundesrepublik Deutschland, ausgezeichnet.

Kühn, der 1954 in Moers geboren wurde, aber schon lange in Neukirchen-Vluyn lebt, war viele Jahre im Bergbau, unter anderem als Betriebsrat und in verschiedenen Funktionen in der IGBE, tätig und ist auch heute noch gewerkschaftlich aktiv. Er ist ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Duisburg, Vorsitzender der Dachgemeinschaft örtlicher Vereine und langjähriges Ratsmitglied der SPD.

Kühn ist auch Sportschütze

In zahlreichen Ausschüssen und Gremien setzte sich Kühn für die Verbesserungen der Lebensbedingungen in Neukirchen-Vluyn ein, sei es im Bau-, Grünflächen und Umwelt-Ausschuss, im Jugend-, Familien- und Sozialausschuss, im Stadtentwicklungs-Ausschuss oder im Kindergartenbeirat Dreßlerhof.

Als engagierter Sportschütze habe er 2016 auch die „Medaille für Förderung und Verdienste in Gold“ des Rheinischen Schützenbundes erhalten, zählte Landrat Dr. Ansgar Müller, der den Orden übergab, in seiner Laudatio nur einige seiner am Gemeinwohl ausgerichteten Aktivitäten auf. „In den vielen Feldern Deines Wirkens hast Du Herausragendes für die Menschen in der Region geleistet. Gerade in der heutigen, schnelllebigen Zeit, in der viele nur noch ihre eigenen Interessen im Blick haben, kann ein so vielfältiges und beständiges, ehrenamtliches Engagement gar nicht hoch genug geschätzt werden“, erklärte Müller.

„Er hat diesen Orden wirklich verdient“, pflichtete Kurt Best, der als stellv. Bürgermeister die Stadt vertrat und Hartmut Kühn noch als Schüler kennt, ihm bei. „Ich fand, dass Hartmut Kühn für sein Wirken öffentliche Anerkennung bekommen sollte“, sagte auch Manfred Derner, der den Antrag für die Ordensverleihung gestellt und drei Jahre auf eine positive Antwort gewartet hatte.

Sichtlich gerührt bedankte sich der Geehrte für die Auszeichnung, mit der er nie gerechnet habe. Sein besonderer Dank galt seiner Ehefrau Barbara, „die mir immer den Rücken freigehalten hat“. Es sei für ihn nicht immer einfach gewesen, „aber einfach kann jeder“, begründete Kühn seinen unermüdlichen Einsatz für die Stadt und ihre Menschen.

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