Pappelsee

Lineg fährt in Kamp-Lintfort 8000 Tonnen Schlamm ab

In den Pappelsee kann kein Grundwasser mehr gepumpt werden - er verschlammt.

In den Pappelsee kann kein Grundwasser mehr gepumpt werden - er verschlammt.

Foto: Volker Herold

Kamp-Lintfort.   Vom Pappelsee in Kamp-Lintfort ist nicht mehr viel übrig. Die Lineg beseitigt jetzt den Schlamm im Uferbereich. Das bedeutet starken LKW-Verkehr.

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Der Wasserstand des Pappelsees fällt seit Jahren. Die Ursache dafür liegt, wie die NRZ berichtet, insbesondere im gesunkenen Grundwasserstand. Daraus folgt, dass der See inzwischen oberhalb der Grundwassersohle liegt und daher nur noch eine geringe Wassertiefe aufweist. Die Grundwasser-Pumpanlage im Uferbereich kann aufgrund der niedrigen Grundwasserverfügbarkeit den Wasserstand des Sees nicht halten. Der Pappelsee wird aktuell nur über den Niederschlag gespeist, wie die Lingsniederrheinische Entwässerungsgenossenschaft (Lineg) mitteilt.

Wasserstand bleibt ein Problem

Die Lineg untersucht derzeit mehrere Varianten zur Bewässerung des Sees, um den Wasserstand nachhaltig sicherzustellen. Darüber hinaus hat sich in den vergangenen Jahren durch natürliche Ablagerungen am Ufer eine Schlammschicht gebildet, die nun in einer ersten Maßnahme beseitigt wird.

Die Fische im Pappelsee sind abgefischt und artengerecht umgesetzt worden, so dass nun die eigentliche Entschlammung beginnen kann. Zu Beginn der nächsten Woche wird die Baustelle auf der Südseite des Pappelsees eingerichtet. Spaziergänger müssen dann mit Beschränkungen rechnen, so die Lineg.

25 Lastwagen fahren pro Tag

Es ist vorgesehen, etwa 8000 Tonnen Schlamm abzunehmen, zu entwässern, abzutransportieren und fachgerecht zu entsorgen. Der Transport des Schlamms wird an fünf Werktagen, jeweils in der Zeit von 7 bis 19 Uhr erfolgen, wobei damit zu rechnen ist, dass etwa 25 Lastwagen pro Tag fahren werden, schätzt die Genossenschaft.

Die Zufahrt erfolgt über die Straße „Am Pappelsee“, an der während der Ausführung der Arbeiten ein einseitiges Halteverbot eingerichtet wird. Parallel wird die Maßnahme durch eine ökologische Baubegleitung betreut.

Die Lineg bittet Anwohner und Spaziergänger um Verständnis für die während der Maßnahme auftretenden Einschränkungen.

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