Moers.

Meerbeck besingt den Frühling

Chorkonzert im Meerbecker Kulturfrühling am Samstag, den 12.04.2014. Foto: Ute Gabriel / WAZ FotoPool

Chorkonzert im Meerbecker Kulturfrühling am Samstag, den 12.04.2014. Foto: Ute Gabriel / WAZ FotoPool

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Moers. „Wo man singt, da laß’ dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder.“ Wenn es nach diesem, dem Schriftsteller und Dichter Johann Gottfried Seume zugeschriebenen, Spruch ginge, dann wäre die ev. Johannes-Kirche in Meerbeck am Samstag-Nachmittag brechend voll gewesen. Doch dem war leider nicht so. Beim liebevoll gestalteten Chorkonzert blieben viele Kirchenbänke trotz freien Eintritts leer.

Dabei hatten die Veranstalter, die Initiative „WiM – Wir in Meerbeck“ und sci:moers, ein interessantes Programm zusammengestellt, das von klassischen Frühlingsliedern von Mendelssohn Bartholdy, Schubert und Schumann über volkstümliche Weisen bis zu modernen Schlagern reichte. Beteiligt waren die Chöre: Männer-Gesang-Verein „Frohsinn“ 1875/1905 e.V. Moers gemeinsam mit Teutonia Schwafheim 1898, der Frauenchor Sangeslust Meerbeck, der Singekreis im Sozialverband VdK sowie der Chor der Evangelischen Kirchengemeinde Moers-Meerbeck: „Im Vordergrund stehen der Spaß am Singen und die Lust am Zuhören“, erklärt WiM-Sprecher Dieter Zisenis. Das inzwischen zum zweiten Mal im Rahmen des Meerbecker Kulturfrühlings organisierte Chorkonzert solle gleichzeitig eine Werbung für den mit Nachwuchsproblemen kämpfenden Chorgesang sein. In der Tat: Sänger unter 50 Jahre muss man mit der Lupe suchen. Bei den Sängerinnen sieht es nicht viel anders aus.

„Der Eindruck täuscht. Es gibt durchaus Jüngere, die sich fürs Singen interessieren“, zeichnet Dr. Raphael Thöne, Chorleiter von „Frohsinn“ und „Teutonia“, dagegen ein etwas freundlicheres Bild. „Aktives Singen ist gesund und weckt positive Gefühle“, sieht sich auch Organisator Zisenis durch aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigt. An guten Gefühlen war in Meerbeck denn auch kein Mangel. Stücke wie „Über sieben Brücken“, „Die Loreley“, „Sambacil“ oder „Rock my Soul“ fanden mehr als freundlichen Beifall. Freunde der Chormusik kamen am Samstag jedenfalls voll auf ihre Kosten. Es hätten nur, wie gesagt, ein paar mehr sein können.

Wer sich für weitere Kulturfrühlings-Aktionen interessiert, der kann übrigens noch bis Ende Mai die Ausstellung von Leonie Herrmann in der Meerbecker Barbaraschule besuchen, die dort in großformatigen Bildern ihre Sicht der Welt darstellt.

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