Schule

Mercator-Berufskolleg in Moers feiert 50. SOS-Kinderdorffest

Auch Edis Karajkovic (20), Selim Karka (17), Semih Arslan (19), Daniel Waclawczyh (18) und Niclas Nowicki (19) gehörten zu den vielen engagierten Schülern beim SOS-Kinderdorffest.

Auch Edis Karajkovic (20), Selim Karka (17), Semih Arslan (19), Daniel Waclawczyh (18) und Niclas Nowicki (19) gehörten zu den vielen engagierten Schülern beim SOS-Kinderdorffest.

Foto: Sivani Boxall / FUNKE Foto Services

Moers/Kreis Wesel.  Das Merctor-Kolleg in Moers feiert das 50. Fest für das SOS-Kinderdorf Bethlehem. Im Laufe der Jahre kommt eine enorme Spendensumme zusammen.

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Was mit dem Verkauf von gestrickten Topflappen begann, ist mit den Jahren zur Großveranstaltung mit eigenem Weihnachtsmarkt gewachsen: Zum 50. Mal richtete das Mercator-Berufskolleg des Kreises Wesel am Sonntag das SOS-Kinderdorffest aus.

„Gutes tun ist leicht, wenn viele helfen“ – den Leitspruch von Hermann Gmeiner, dem Begründer der SOS-Kinderdörfer, nimmt die Schule wörtlich. Ob Schüler, Eltern oder Lehrer: Gefühlt waren sie alle auf den Beinen, verkauften Waffeln, Bücher und Kunsthandwerk. „Es ist eine Verpflichtung und Aufgabe für uns, diese Tradition lebendig zu halten“, betonte Schulleiter Oliver Wolf. „Wir möchten den sozialen und solidarischen Gedanken ins Schulleben transportieren.“

Im Kinderdorf in Bethlehem leben aktuell 80 Kinder, deren Eltern verstorben sind oder die sich nicht um die Jungen und Mädchen kümmern können. Jeder Cent der Einnahmen, die am Festtag gemacht werden, fließen in das Kinderdorf. „Zusammengerechnet kam in den letzten 50 Jahren schon über eine Million Euro zusammen, die wir dem Kinderdorf spenden konnten“, sagte Lehrerin und Hauptorganisatorin des Festes, Anett Lenzen.

Zu den Schulständen gesellten sich zwölf externe Stände, an denen Händler ihre Produkte – Schmuck, Kleidung und Weihnachtsdekoration – anboten. Nachdem Gerda Schlebusch 2018 das Fest besuchte, kam sie nun als Händlerin und verkaufte selbstgestrickte Socken. „Ich finde es sehr schön, dieses Fest zu unterstützen“, sagte sie. Mit dem Besucherandrang war sie zufrieden.

Klassiker wie die Cafeteria, der Trödel- und Büchermarkt und eine Tombola mit mehr als 2000 Preise gab es, ein Clown und ein Zauberer zogen durch das Gebäude. Musikalisch unterhalten wurden die Besucher von der Lehrerband und dem Bigband Orchester Niederrhein.

Schülerin Fatima Raad betreute die Candy-Bar. Sie machte zum ersten Mal bei dem Fest mit. „Es ist schön und es macht Spaß, Geld für den guten Zweck zu sammeln“, erklärte sie. Die Stimmung bei den Schülern war gut. Niemanden störte es, den Sonntag in der Schule zu verbringen. Für die gute Sache zogen sie alle an einem Strang.

Apropos: In der zweiten Etage organisierten Freunde der an Blutkrebs erkrankten Vivien eine Aktion zur Stammzellentypisierung. Für die 23-Jährige konnte, wie berichtet, inzwischen ein passender Spender gefunden werden. Trotzdem hielten ihre Freunde an der Aktion am Mercator-Berufskolleg fest. „Uns ist es wichtig, dass auch anderen erkrankten Menschen geholfen werden kann“, sagte Viviens Freundin Eyleen Kaiser.

Nach gut zwei Stunden hatten sich bereits mehr als 100 Menschen registrieren lassen. Darunter auch der Moerser Bürgermeister Christoph Fleischhauer.

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