Missbrauchsfälle

Missbrauch: Kamp-Lintforter hatte sich im Juni angezeigt

Symbolbild.

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Foto: MÜLLER, Oliver / WAZ FotoPool

Kamp-Lintfort/Kleve.  Gegen einen 26-jährigen Tatverdächtigen aus Kamp-Lintfort gab es bereits im Juni Ermittlungen. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Kleve.

Offenbar hatte die Staatsanwaltschaft Kleve schon im Juni Kenntnis, dass die Kreispolizei Wesel Ermittlungen gegen einen 26-Jährigen Kamp-Lintforter wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern aufgenommen hatte, der nun seit Ende Oktober in Untersuchungshaft sitzt. Das geht aus einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft vom späten Freitagabend hervor. Bei dem Beschuldigten handele es sich um einen Zeitsoldaten der Bundeswehr.

Seinerzeit habe sich der Beschuldigte selbst angezeigt, nachdem sich der Stiefsohn seiner Mutter offenbart hatte. Der Beschuldigte habe sich reuig sowie therapiebereit gezeigt. Hinweise, dass vom Missbrauch Aufnahmen gemacht und in einem Chatring für Kinderpornografie ausgetauscht wurden, habe es nicht gegeben.

Staatsanwaltschaft: Keine Gründe für die Annahme von Flucht- noch Wiederholungsgefahr

Da weder Gründe für die Annahme von Flucht- noch Wiederholungsgefahr bestanden und damit nach Einschätzung des Dezernenten die gesetzlichen Voraussetzungen nicht gegeben waren, sei damals keine U-Haft angeordnet worden. Es sei weiter ermittelt worden.

Die Verdachtslage habe sich erst durch die Mitteilung der Polizei Bergisch-Gladbach geändert, dass der Beschuldigte in Kontakt zu einem dort Tatverdächtigen stehe. Zu den nun erweiterten Tatvorwürfen schweige der Kamp-Lintforter bislang. Beweismaterial (unter anderem Computer und weitere Datenträger) werde derzeit ausgewertet.

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