Weihnachtsmarkt

Moers: Biathlon auf dem Weihnachtsmarkt litt unter dem Wetter

Testeten die Biathlon-Bahn auf dem Weihnachtsmarkt: : v.l. Lars Seltner, Claudia Bremer und Torsten Dickmann.

Testeten die Biathlon-Bahn auf dem Weihnachtsmarkt: : v.l. Lars Seltner, Claudia Bremer und Torsten Dickmann.

Foto: FUNKE Foto Services

Moers.   Die „Biathlon auf Schalke-Tour“ machte Station auf dem Kastellplatz. Eisbahn wurde zum Schießstand umfunktioniert.

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Wer hat nicht schon mitgefiebert, wenn unsere Biathlon-Stars Magdalena Neuner oder Ricco Groß, Kati Wilhelm oder Sven Fischer, auf Medaillenkurs ausgepumpt zum letzten Stehend-Schießen kamen? Jetzt „nur noch“ fehlerfrei schießen, das kann doch nicht so schwer sein… In etwa nachvollziehen konnten dies jetzt die Besucher des Moerser Weihnachtsmarktes. Am Sonntag machte die „Biathlon auf Schalke-Tour“ nämlich dank Sponsor Volksbank Niederrhein in Moers Station.

Auf der zum Schießstand umfunktionierten Eisbahn am Kastell hatten Biathlon-Fans die Gelegenheit, ihre Schießkünste zu beweisen und dabei zwei VIP-Karten für den Biathlon-Weltcup am 28. Dezember auf Schalke, dem größten Wintersportereignis des Jahres im Ruhrgebiet, zu gewinnen. Kinder wurden, gleich vor Ort, mit einem Plüschtier belohnt.

Von 11 bis 19 Uhr durfte jeder, der mochte, seinen eigenen zweiminütigen Wettkampf absolvieren und auf die berühmten fünf schwarzen Scheiben schießen: „Dabei wird mit einem echten Biathlon-Lasergewehr geschossen, das trotz (Laser)Licht auch ein Schussgeräusch hat“, betont Tour-Betreuer Klaus Kremer, der diese Technik selbst entwickelt hat.

Um den Wettkampf realistischer zu machen, musste jeder Teilnehmer vor dem Schießen einen 200 Meterlauf auf dem Crosstrainer absolvieren, dessen Ergebnis in die Wertung einfloss: „Schade, nur drei Treffer. Letztens waren es aber fünf“, bedauerte eine Seniorin, die Biathlon aus dem Winterurlaub kannte und es „just for fun“ auch hier probieren wollte. „Kein Wunder, damals standest du ja auch auf Skiern“, frotzelte ihr Ehemann, der sich lieber aufs Zuschauen beschränkte.

Bei teilweise strömendem Regen hielt sich der Besucherandrang allerdings in Grenzen. Der Markt mit seinem idyllischen Ambiente war ausgerechnet an diesem ersten Sonntag nach der Eröffnung eine eher triste Veranstaltung. Nur an den Bier- und Glühweinständen trotzten einige unverwüstliche Besucher dem Wetter. Die Besitzer von Buden und Ständen schauten fröstelnd in die Gegend.

Bis zum frühen Nachmittag konnte Klaus Kremer denn auch erst knapp 30 Teilnehmer verbuchen. „Bis zum Schluss könnten es wohl noch 150 werden“, hoffte er trotzdem. Moers sei die 17. Station der Tour mit im Schnitt rund 400 Besuchern. Ob Kai Wilhelmi, Schreiner aus Moers, mit einer Zeit von 2:28 Minuten und fünf Treffern bis dahin Spitzenreiter, seine Favoritenrolle behaupten konnte? Schlecht hatte er seine Sache jedenfalls nicht gemacht ...

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