Gewalt

Moers: Beratungsstelle erwartet Anstieg häuslicher Gewalt

RKI kann Wirksamkeit der Corona-Maßnahmen noch nicht einschätzen

Ob die zur Ausbreitung des Coronavirus erlassenen Kontaktverbote wirken, dazu kann das Robert-Koch-Institut derzeit noch keine Einschätzung abgeben. "Wir müssen weiter abwarten, um zu sehen, ob die Maßnahmen greifen", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler.

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Moers.  In Zeiten von Corona und verordneten Maßnahmen rechnen Frauenhäuser und Beratungsstellen mit mehr häuslicher Gewalt. Hilfe bleibt gewährleistet.

Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen rechnen angesichts der Corona-Maßnahmen in den nächsten Wochen mit einer deutlichen Zunahme häuslicher und sexualisierter Gewalt, wenn sich die Menschen vermehrt in der häuslichen Gemeinschaft aufhalten.

Bisher gebe es zwar keine Anzeichen dafür, dass es im Moerser Bereich einen Anstieg gibt, sagt Sabine Kellner vom Verein Frauen helfen Frauen. Sie führt das darauf zurück, dass die Menschen noch mit sich selbst beschäftigt sind. Kellner: „Wir rechnen aber damit, dass sich das ändern wird.“

Moers: Beratungsstelle ist vorbereitet

Die Beratungsstelle bereitet sich darauf vor. Die Hilfe für Frauen, die in Not und in akuten Krisen sind, müsse unter den gegebenen Rahmenbedingungen aufrechterhalten werden. Die ehrenamtlichen Helferinnen habe man zwar freigestellt; auch in der Beratungsstelle geht es um Risikominimierung.

Aber die Fachberaterinnen sind weiterhin erreichbar. Die Sprechzeiten bleiben wie gehabt von montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr. In einem telefonischen Gespräch wird dann je nach Einzelfall entschieden, ob ein persönliches Treffen notwendig ist. Die Beratungsstelle ist erreichbar unter: 02841/28600. Sollte sie nicht erreichbar sein, verweist Sabine Kellner auf das Bundeshilfetelefon: 08000 116016.

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