Musik

Moers Festival: Der Nachwuchs komponiert, die Profis spielen

Laden junge Musiker bis 18 Jahren zum Mitmachen ein: Georg Kresimon (Musikschule Moers), Thorsten Töpp (Moers Festival) und Martin Begall (Musikschule Kamp-Lintfort, v.l.).

Laden junge Musiker bis 18 Jahren zum Mitmachen ein: Georg Kresimon (Musikschule Moers), Thorsten Töpp (Moers Festival) und Martin Begall (Musikschule Kamp-Lintfort, v.l.).

Foto: Erwin Pottgiesser

Moers.   Wettbewerb für Musiker unter 18 Jahren: Künstlern des Moers Festival führen die Stücke auf. Das Genre und die Besetzung sind frei wählbar.

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Ob E-Gitarren-Krach oder Streichquartett, Piccoloflöte oder Punk – alles geht beim Projekt Composer Kids im Rahmen des Moers Festivals. Thorsten Töpp stellte es am Freitag gemeinsam mit den Musikschulleitern aus Moers und Kamp-Lintfort, Georg Kresimon und Martin Begall, vor.

Das wird sicher für die Profi-Musiker eine ungewohnte Herausforderung. Denn sie sollen das spielen, was junge Menschen unter 18 Jahren komponieren. Und dabei sind die Macher des Moers Festivals offen für alles: „Wenn in der Komposition ein Cembalo vorkommt, müssen wir sehen, wo wir es hierkriegen“, erklärt Töpp. Gut, ein ganzes Symphonieorchester ranzuschaffen, würde wahrscheinlich schwierig. Wichtig sei bei der Auswahl der Jury vor allem, dass die Musik authentisch klingt und „dass man sie so noch nicht gehört hat“. Was, zugegeben, in Zeiten von You Tube nicht ganz einfach werden dürfte.

Das Ziel: Die Kinder- und Jugendarbeit stärken

Beim Genre gibt es ebenso keine Grenzen wie bei der Art der Aufzeichnung. Ob Jazz, Electro, Klangkunst, Minimal oder World Music, da ist die Jury offen für alles. Sie nimmt auch Videos oder Audios an, akzeptiert klassische Notation ebenso wie Spielanweisungen.

Beweggrund, die Nachwuchs-Komponisten einzubinden sei, die Kinder- und Jugendarbeit beim Festival zu verstärken. „Und wir haben die Hoffnung, dass wir so etwas vollkommen Neues, Ungefiltertes hören können“, sagt Thorsten Töpp. Deshalb sei die Altersgrenze bei 18. „Läge sie etwa bei 21, hätten wir womöglich viele Kompositionsstudenten am Start, die schon ganz anders drangehen.“

Die Jury kann bis zu acht Stücke auswählen

Am Ende soll die Jury bis zu acht Stücke auswählen, die dann entweder im Martinsstift oder – wenn es in den Zeitplan passt – sogar auf der Hauptbühne in der Festivalhalle von Profis ausgeführt werden. „Der Tim ist da offen“, sagt Töpp über den künstlerischen Leiter, Tim Isfort.

Mit im Boot sind bei Composer Kids die Musikschulen am Niederrhein, also neben Moers und Kamp-Lintfort noch Kleve, Geldern, Krefeld und Viersen. „Wobei die jungen Komponisten weder zwingend Musikschüler sein müssen, noch aus diesen Städten kommen“, versichert Töpp.

Anmeldungen sind auch in den Musikschulen möglich

Martin Begall ist sicher, dass aus „seiner“ Musikschule Beiträge kommen und hat auch schon einen bestimmten Musikschüler im Auge: „Da werden lustige Besetzungen bei sein“, kann er sich vorstellen. Auch Georg Kresimon weiß: „Es gibt nicht viele, die eigene Stücke schreiben, aber es gibt sie.“ Ob es im nächsten Jahr eine Fortsetzung des Projekts geben wird, ist noch offen.


>>INFO

Anmeldungen entweder im Sekretariat Deiner Musikschule oder direkt beim Moers Festival: eva.marxen@moers-festival.de, Stichwort: Composer Kids. Einsendeschluss ist der 18. April.


Unerlässlich ist Deine Anwesenheit bei den Proben und bei dem Konzert selbst. Das heißt, der 18. und 19. Mai sowie der 20. Mai für die Aufführung sollten im Terminkalender frei sein.

Kompositionen, Werke, Stücke, Konzepte und Ideen – alles wird akzeptiert. Es sollte nur kein Mainstream sein.

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