Empfänge

Moers ist eine soziale Stadt

Bürgermeister Christoph Fleischhauer mit Vertretern von "Asbär" und "Meerbecks muntere Männer".

Bürgermeister Christoph Fleischhauer mit Vertretern von "Asbär" und "Meerbecks muntere Männer".

Foto: privat

Moers.   Beim Neujahrsempfang der Stadt hob Bürgermeister Christoph Fleischhauer das soziale Engagement in der Stadt besonders hervor.

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Bürgermeister Christoph Fleischhauer (CDU) hat beim Jahresempfang der Stadt das soziale Engagement in den Vordergrund gestellt. Vor rund 400 Gästen im Kulturzentrum Rheinkamp sagte er am Samstag: „Ob hinter dem Begriff soziale Stadt ein Fragezeichen oder ein Ausrufezeichen steht, das liegt an uns.“ Der Leitgedanke der sozialen Stadt zog sich wie ein roter Faden durch seine Grußworte.

Für Fleischhauer selbst ist die Sache klar: „Ich habe die Gewissheit gewonnen: Moers ist eine soziale Stadt.“ Als Beleg für diese Einschätzung nannte er zahlreiche Einrichtungen und Initiativen wie etwa das Angebot für Kinder, Senioren und Bedürftige, die christlichen Kirchengemeinden und muslimischen Glaubensvereine sowie die Sportvereine. Fleischhauer: „Was uns ausmacht, sind die Menschen, die dahinter stehen. Die Stimme von der Basis ist wichtig.“

Mit Mut und Perspektive

Seinen Dank richtete Fleischhauer nicht nur an die Menschen, die sich in Vereinen, Gemeinden, Einrichtungen und Initiativen engagieren. Die Stadtverwaltung („... ein leistungsstarkes, zukunftsorientiertes Team ...“), die Zusammenarbeit im Rat („... uneingeschränkt und über alle Parteien hinweg ... ich freue mich auf 2016 ...“) und die heimische Wirtschaft („...alle blicken auch auf die Stadt und ihre Menschen ...“) bezog er ebenfalls mit ein. Es sei kein Widerspruch, Geld zu verdienen und sozial zu sein.

Mit Blick auf das neue Jahr sagte Fleischhauer: „2016 wird ein wichtiges Jahr, das wir mit Mut und Perspektive angehen. Wir wollen Weichen stellen, so dass die Menschen weiterhin sagen können: Ja, das ist meine Stadt.“

Eindrucksvolle Worte

Daraufhin überließ er die Bühne exemplarisch Menschen, die das Miteinander in der Stadt ausmachen. Vertreter von Meerbecks munteren Männern und von der Offenen Einrichtung für Kinder Asbär stellten sich und ihre Arbeit vor. Eindrucksvoll waren die Worte einer Asbär-Mitarbeiterin, die von einem syrischen Mädchen erzählte, das vier Wochen lang nur mit ernster Miene gespielt habe. Es gebe nichts Befremdlicheres als ein Kind, das nicht lacht, sagte sie, und weiter: „Mein schönster Moment 2015 war das erste Lachen dieses Mädchens.“

Die Musikschule sorgte mit ihrem Bläserensemble mit Klavierbegleitung für die musisch harmonischen Zwischentöne, bevor sich der Bürgermeister abermals wichtige Menschen auf die Bühne holte: Eine große Delegation derer, die im Sommer über Nacht die Notunterkunft für Flüchtlinge in der Achterrathsfeldschule in Kapellen auf die Beine gestellt haben.

„Sie brauchen sich hier hinter keinem Musikinstrument verstecken“, frohlockte Fleischhauer, sichtlich bemüht, dass alle Menschen gut zu sehen waren. „Was haben sie gemacht“, fragte er Hans Schauder, der seinen Platz recht weit vorn gefunden hatte. Er arbeite vorrangig in der Kleiderkammer, entgegnete dieser. Und: „Es ist auch eine Christenpflicht, anderen Menschen zu helfen.“ Auch Gudrun Tersteegen, die sich stark engagiert, fand treffende Worte. Dass die Beteiligten beim Aufbau zuweilen kreativ mit Vorschriften umgehen mussten, wurde lächelnd als als pragmatischer Ansatz gewürdigt.

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