Drillinge geboren

Moers: Lia, Piet und Max bereichern das Leben ihrer Eltern

Piet, Lia und Max auf einem Sofa im Krankenhaus Bethanien. Die Drillinge können nun mit ihren Eltern nach Hause.

Piet, Lia und Max auf einem Sofa im Krankenhaus Bethanien. Die Drillinge können nun mit ihren Eltern nach Hause.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Moers.  Plötzlich waren Diana Hinz und Sebastian Tripp aus Moers Eltern von Drillingen. Dem Schock folgte die pure Freude. Nun geht es in den Alltag.

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„Ich war erst mal geschockt. Und als ich dann meiner Mutter, die im Wartezimmer saß, beichtete, es würden Drillinge, wurde sie kreidebleich“, erinnert sich Diana Hinz (31) noch gut an den außergewöhnlichen Moment in ihrem Leben. „Auf dem Ultraschallbild konnte ich die Drei gut sehen“, sagt sie. Und heute kann sie auch darüber lächeln. Denn nun geht’s mit dem Nachwuchs, der fünf Wochen auf der Frühchenstation in Bethanien lag, endlich nach Hause. Vater Sebastian Tripp ist auch da: „Das kriegen wir schon hin“, meint der Mann ganz tiefenentspannt. Obwohl, als der Anruf seiner Frau mit der glücklichen Nachricht ihn ereilte, habe er erst mal auflegen und tief durchatmen müssen.

„Nur das Auto, das wir kürzlich angeschafft haben, wird für uns alle im Urlaub wohl zu klein sein“

Drei Fachärzte und drei Schwestern standen parat, als Piet, Lia und Max am 28. November per Kaiserschnitt das Licht der Welt erblickten. Gottlob, alle waren gesund. Und sie hatten für Drillinge ein ordentliches Startgewicht, wogen zwischen 1410 und 1615 Gramm. „Das ist recht viel, normalerweise wiegen Drillinge unter 1000 Gramm“, berichtet Petra Hübbers, stellvertretende Stationsleiterin bei den Frühchen in Bethanien. Noch immer sei es auch für sie und das Team etwas Besonders, wenn Drillinge geboren würden. Etwa einmal im Jahr komme das in Bethanien vor.

Sie habe nach der Geburt erst mal ordentlich geheult, berichtet die junge Mutter. „Da fielen viel Anspannung und Aufregung von mir ab. Ich hatte ja vorher ewig lange immer nur liegen müssen.“

Doch dann sei die Freude groß gewesen. Zuhause in Schwafheim sei alles schon für den Nachwuchs vorbereitet. „Wir haben umgebaut, natürlich drei Betten gekauft und jede Menge Babyzubehör“, erklärt der Vater. „Nur das Auto, das wir kürzlich angeschafft haben, wird für uns alle im Urlaub wohl zu klein sein.“

„Unsere Familienplanung ist definitiv abgeschlossen“

Sie selbst habe eigentlich weiterarbeiten wollen nach der Geburt, meint die Mutter. „Das geht jetzt natürlich nicht. Erstmal setze ich zwei Jahre aus. Dann sehen wir weiter.“ Drei Babys auf einmal zu versorgen, werde wohl nicht ganz einfach sein. „Aber wir beide haben große Familien, da werden wir Hilfe bekommen. Anders geht’s nicht“, ist Daniela Hinz zuversichtlich. Die Kleinen bekämen derzeit einen Mix aus Muttermilch und Frühchennahrung.

Hilfe erhält das Elternpaar auch von Freunden, bei denen im vergangenen Sommer ebenfalls Drillinge Einzug hielten. „Wir Mütter sind zufällig Schulfreundinnen. Daher haben wir engen Kontakt, das tut gut.“ Unterstützung biete aber auch das Krankenhaus Bethanien an: „Die Mitarbeiter in unserem zertifizierten Perinatalzentrum helfen immer gern mit Rat und Tat“, erklärt Barbara Schirner von der Presseabteilung im Krankenhaus Bethanien. Das Zentrum (Level eins) sei spezialisiert auf die Versorgung von Früh- und Neugeborenen. Wichtig und auch beruhigend für die Eltern sei zudem die angeschlossene Kinderklinik, so Schirner.

Vater Sebastian Tripp hält Max auf dem Arm: „Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich alle drei sind.“ Max sei der aktivste, Piet der entspannteste und Lia entwickele sich zum Fressmonster. Denn Lia, so hat es Schwester Petra notiert, brachte im November als Leichteste nur 1410 Gramm auf die Frühchen-Waage, bricht aber nun den Zunahme-Rekord mit aktuellen 2460 Gramm Strampelgewicht.

Dass man im Krankenhaus Bethanien sehr gut versorgt worden sei, das betont Vater Sebastian Tripp beim Abschied und bedankt sich beim ganzen Team der Station. Und Mutter Diana Hinz meint lachend: „Unsere Familienplanung ist definitiv abgeschlossen.“

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