Schule

Moers: Schüler gestalten mit Architekten den Schulhof um

vl.: Jan Pütter, Moritz Krahl und Cora Marten mit Architekt Matthias Hähnel.

vl.: Jan Pütter, Moritz Krahl und Cora Marten mit Architekt Matthias Hähnel.

Foto: Christoph Karl Banski / FUNKE Fo

Moers.   Schüler des Gymnasiums Adolfinum gewannen Wettbewerb der Architektenkammer. Jetzt werden Pläne umgesetzt.

Viel Grau, Fahrradchaos, die Beete verwildert – der Schulhof gehört nicht gerade zu den Aushängeschildern des Gymnasiums Adolfinum. Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen haben die Sache selbst in die Hand genommen und, unterstützt von der Architektenkammer NRW, Pläne zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität ihres Schulhofes erarbeitet. Die Ergebnisse wurden am Mittwoch vorgestellt.

„Kammer in der Schule“ nennt sich das Projekt, bei dem Jugendliche die Möglichkeit erhielten, ihre Pläne und Konzeptideen unter Anleitung eines Landschaftsarchitekten in konkrete Planungen zu überführen. Man wolle junge Menschen für die Belange ihrer gebauten Umwelt sensibilisieren, erklärte Kammer-Vorstandsmitglied Gabriele Richter.

Seit dem Frühjahr traf sich die Schüler-AG immer dienstags nachmittags. Los ging es mit einer Bestandsaufnahme des Schulhofes, dann wurden die positiven und negativen Aspekte sortiert, schließlich eigene Ideen für das Pausengelände entwickelt. Der Landschaftsarchitekt Matthias Hähnel und Kunstlehrer Kai Dinkelmann halfen dabei. „Ich hatte hier die Chance zu erfahren, was Schüler wollen, wenn sie keine Vorgaben von Lehrern oder Eltern bekommen“, sagte Hähnel.

Am Ende standen drei Entwürfe, von denen einer per Abstimmung zum „Siegerentwurf“ erklärt wurde. Im Kern sieht er vor, die Beete neu und in runden Formen zu gestalten. Zudem soll ein Freiluftklassenzimmer mit drei halbrunden Stufen ähnlich einem Amphitheater entstehen, dazu ein Sonnensegel als Schutz und „Hingucker“. Im Übrigen schlagen die Schülerinnen und Schüler auf einem wenig genutzten Teil des Geländes einen Fußball-Käfig sowie die Reaktivierung des alten Schuleingangs vor. Eine besonders wichtige steht sogar kurz vor der Umsetzung: In den Herbstferien errichtet die Stadt zusätzliche Fahrradständer auf dem Schulhof.

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