Filmfestival

Moers wird Standort für Kinder-Dokumentarfilm-Festival

Ein Bild aus dem Dokumentarfilm über junge Artisten in Äthiopien.

Foto: privat

Ein Bild aus dem Dokumentarfilm über junge Artisten in Äthiopien. Foto: privat

Moers.   Doxs heißt das Festival, das eigentlich in Duisburg zuhause ist. Ab November sollen nun auch Moerser Schüler von dem Angebot profitieren.

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Seit einigen Jahren hat sich das Dokumentarfilm-Festival für Kinder und Jugendliche „doxs“ von Duisburg aus im Ruhrgebiet einen Namen gemacht. Dank der guten Kontakte der stellvertretenden Schulleiterin des Gymnasiums in den Filder Benden, Gudrun Kanacher, können nun auch neben Schülern in Bochum, Essen, Dortmund, Dinslaken und Gelsenkirchen Schüler aus ganz Moers daran teilnehmen.

Im November starte das Festival, so Leiterin Gudrun Sommer, das stets parallel zur Duisburger Filmwoche laufe, wo es auch seine Wurzeln habe. „Wir wollen die jungen Leute, gerade weil sie heute so viel TV schauen, mit unseren ganz anderen Dokumentarfilmen erreichen“, meint Sommer. Das Kinder-TV sei fast immer sehr laut und animiert. „Wir wollen die Kids mit dem Festival entschleunigen.“

Auswahl traf eine Jury aus fünf Schülern

Besonderheit: Eine Jury aus fünf Schülern des Gymnasiums in den Filder Benden traf die Auswahl von vier aus neun vorgeschlagenen Kurzfilmen. „Wir haben jeden einzelnen Film diskutiert, am Ende wurde abgestimmt“, erklärte einer der jungen Kuratoren.

Das Moerser Gesamtprogramm zeigt für Schüler zwischen 8 und 11 Jahren zwei Kurzfilme: Zum einen den Streifen über die13-jährige Vietnamesin, die am Wasser lebt und nicht schwimmen kann und dies schließlich doch lernt. Oder den Film des Circus Debere Berhan in Äthiopien, bei dem die Artisten unter freiem Himmel in der Steppe ohne Zuschauer agieren – „dieser Film faszinierte alle Grundschüler bisher ungeheuer“, hat Sommer festgestellt.

Für die Jugendlichen ab zwölf Jahren gibt es die vier ausgewählten Kurzfilme wie den über die 17-jährige Naomi in Holland, deren Mutter drogenabhängig ist, oder den Film über die zwölfjährige Thea in Norwegen, die über ihr Leben mit Epilepsie berichtet, oder der Kurzfilm über zwei siamesische Zwillinge, die trotz allem glücklich sind. Auch die Kurzgeschichte eines deutschen Müllmanns, der in der Mittagspause Freundschaft mit einer Katze schließt, gehört zum Programm.

Medienpädagogisches Gespräch

Gezeigt werden die Filme im Atlantic-Kino Moers. Im Anschluss an die Vorführung findet ein medienpädagogisches Gespräch statt, an dem unter anderem auch Akteure oder Regisseure teilnehmen.

Gefördert werden die „doxs“ (Dokumentarfilm xs) von der Stadt Moers mit 2000 Euro, wie Dezernent Wolfgang Thoenes bekundete. Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit den Kulturbüros der Städte statt und wird darüber hinaus auch vom Land unterstützt.

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