Kirchentag

Moerser Ausstellung bringt Kirchentagsbesucher ins Gespräch

Ein Moerser Beitrag für den Kirchentag in Dortmund: Ein Menschenkicker-Turnier.  

Ein Moerser Beitrag für den Kirchentag in Dortmund: Ein Menschenkicker-Turnier.  

Foto: Bratkus-Fünderich

Moers/Dortmund.  Beim Evangelischen Kirchentag in Dortmund gibt es auch Beiträge aus Moers zu sehen. Vor allem einer freut sich über den Gruß aus der alten Heimat.

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Was für ein Vertrauen - so lautet der Titel des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Dortmund. Wie bei allen Kirchentagen sind auch wieder viele Moerser und Niederrheiner mit dabei. Die einen als Gäste, die das Problem haben, aus über 2000 Veranstaltungen an vier Tage für sich das richtige Programm auszuwählen. Aber es gibt auch wieder viele aktive Mitarbeit aus der Region.

Nikolaus Schneider, ehemaliger Superintendent in Moers und lange Zeit Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, gestaltet mehrere große Veranstaltungen mit, ebenso die Sängerin Judy Bailey aus Alpen oder Professor Okko Herlyn.

Moerser Porträt-Ausstellung beeindruckt

Beeindruckend sind die überlebensgroßen Bilder einiger Moerser, die in der Lutherkirche in Dortmund-Hörde ausgestellt sind. Sie waren schon in der Stadtkirche Moers zu sehen. Die Fotografin Andrea Zmrzlak hat zusammen mit Andrea Kröger vom Evangelischen Forum des Kirchenkreises Moers verschiedene Menschen nach ihren persönlichen Erfahrungen von Versöhnung gefragt. Es gibt dazu bewegende Geschichten, die auch in Buchform veröffentlicht sind. Die Geschichtenerzählerinnen und -erzähler wurden anschließend von Andrea Zmrzlak portraitiert. Jede Geschichte zeigt: Versöhnung nach einer schweren Verletzung braucht Heilung und Zeit. Versöhnung nach Jahren wird dann oft so erlebt, wie es in der Bibel schon die Brüder Esau und Jakob erfahren haben: als Begegnung mit Gott.

Andrea Kröger erzählt, dass dieses Projekt unter vielen von einem Gremium des Kirchentages ausgewählt wurde und in einer der großen Veranstaltungskirchen zu betrachten ist. Mehrere tausend Menschen haben die Bilder gesehen und konnten mit den Akteuren des Buches reden.

Jugendliche organisieren Menschenkickerturnier

Erfreut war auch Nikolaus Schneider, der zusammen mit Claudia Roth, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, in dieser Kirche einen Abendmahlgottesdienst feierte – als politisches Nachtgebet. Thema: Trau Dich – Menschenrechte stärken! Schneider, der fast alle Porträtierten aus der Ausstellung kennt, freute sich über den Gruß aus der alten Heimat. Zusammen mit dem Jugendreferenten des Kirchenkreises Moers, Torsten Kapturek, gestaltete eine große Gruppe Jugendlicher ein Menschenkickerturnier auf dem großen Gelände der Jugendarbeit.

Mehr als 100 Gruppen aus ganz Deutschland zeigen: Kirche ist für die Jugend da und kann Spaß machen. Spielerisch werden neue Kontakte geknüpft, es wird getanzt, gelacht und gesungen.

Jugend ist ein guter Impulsgeber

Dortmund war im Vergleich mit anderen Kirchentagen– so ein Resümee von Torsten Kapturek – nicht so ansprechend für die Moerser Jugendlichen. Nach Berlin fuhren in drei Bussen etwa 150 Jugendliche – nach Dortmund wollten nur 20 mit. Auf der anderen Seite gab es so die Möglichkeit, wieder etwas Eigenes anzubieten. Zusammen mit dem Kirchenkreis Oberhausen wurden ein Besuchscafé und verschiedene Spielangebote entwickelt, die allesamt sehr gut angenommen wurden. Insgesamt ist der Bereich Jugend auf dem Kirchentag immer ein guter Impulsgeber, um zu sehen, was alles möglich ist und zu testen, was von Jugendlichen heute angenommen wird.

Für die Jugendlichen war auf jeden Fall klar: Wir haben Spaß! Abends ging es dann noch zum Großkonzert mit den „Alten Freunden“ und „Culcha Candela“.

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