Stratosphären-Ballon

Moerser Ballon startet – Ausrüstung bleibt am Boden zurück

Da war noch alles in Ordnung: Kurz vor dem Start drücken hunderte Schüler und andere Zuschauer die Daumen für den Stratosphärenflug.

Foto: Volker Herold

Da war noch alles in Ordnung: Kurz vor dem Start drücken hunderte Schüler und andere Zuschauer die Daumen für den Stratosphärenflug. Foto: Volker Herold

Moers.   Eine Projektgruppe der Anne-Frank-Gesamtschule schickt von Moers aus einen Ballon in die Stratosphäre. Aber beim Start gibt’s leider eine Panne.

Ein mit viel Liebe vorbereitetes Projekt kann auch an einem dünnen Faden scheitern. Das mussten gestern die Schüler, Lehrer und Zuschauer auf dem Sportplatz des FC Meerfeld erfahren. Dort nämlich wollten Physiklehrer Christian Eckold und seine Projektgruppe der Anne-Frank-Gesamtschule einen Ballon bis hinauf in die Stratosphäre fliegen lassen.

Das tat der Ballon dann auch – allerdings riss schon beim Start die rote Plastikschnur, an der die Geräte zum Filmen, Messen und Senden befestigt waren. Sie blieben am Boden stehen. Tiefe Enttäuschung bei den Schülern und bei Christian Eckold.

Die Idee zum großen Flug stammt vom Physiklehrer

Die gute Nachricht: Der Sponsor, der Grafschafter Lions Club, spendiert einen neuen Ballon, der wohl Anfang nächster Woche – dann hoffentlich mit gesamter Ausrüstung – in die Lüfte steigen wird.

Die Idee stammte vom Physiklehrer Christian Eckold. Sein Plan: Der mit Spezialgas befüllte weiße Ballon sollte sich samt Ausrüstung bis in die Stratosphäre in etwa 40, 50 Kilometer Höhe erheben. Unterwegs sollte eine 360-Grad-Kamera Bilder des Fluges über den Wolken für einen späteren Film aufnehmen. Aber auch alle möglichen Wetterdaten sollte die Ausrüstung senden – zumindest solange es Sendekontakt gab.

Die Luftfahrtbehörde erteilt die Erlaubnis

„Mangels Luftdruck weitet der Ballon sich dort oben und platzt“, erklärte Projektschüler Felix Blask (19). An einem separaten Fallschirm würde die Ausrüstung dann zur Erde schweben und – vermutlich – irgendwo in Holland landen.

Eine Schülergruppe würde sich schon während des Fluges mit dem Auto aufmachen, um den Ballon per GPS zu orten und bei der Landung schnellst möglich zu bergen. „Die Ausrüstung ist nicht gerade billig“, erklärte Felix. Eigentlich hatten das Team an alles gedacht, auch an die Erlaubnis der Luftfahrtbehörde. Selbst für die Landung der Ausrüstung in einem Baum hatte man an der Schule einen „Baumkletterer“ gefunden.

Das Unternehmen hing an einem roten Faden

Nur die dünne rote Schnur, an der die Ausrüstung unter dem Ballon hing, machte gestern nicht, was sie sollte. „Sie besitzt eine Soll-Bruchstelle für den Fall, dass sich der Ballon irgendwo festhängt“, erläuterte Christian Eckold. Leider riss die Schnur schon beim Start kurz über dem Boden.

Die Trauer beim Lehrer und auch bei den Schülern war groß. Tröstende Worte kamen da von Bürgermeister Christoph Fleischhauer und Roland Schaffer vom Lions Club. „Wir machen das schon, wir spendieren einen neuen Ballon“, meinte Schaffer. Angepeilt für einen zweiten Start ist der kommende Dienstag.

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