Kultur

Moerser Buena Vista Culture Club startet Veranstaltungsreihe

Die ehemalige Volksschule in Moers wird zur Wirkungsstätte des Buena Vista Culture Clubs.

Die ehemalige Volksschule in Moers wird zur Wirkungsstätte des Buena Vista Culture Clubs.

Foto: Arnulf Stoffel

Moers.   Der Titel „Im Salon“ verspricht hautnahes Erleben von Musik und Akteueren. Los geht’s mit der Improviser in Residence Josefine Bode.

Das Café in der Alten Volksschule am Hanns-Albeck-Platz steht bekanntlich leer. Aber nicht mehr lange. Denn engagierte Moerserinnen kamen auf die Idee, dort den Buena Vista Culture Club zu etablieren. Mit Hilfe des Kulturmachers Rüdiger Eichholtz wird es eine ganz neue Reihe von Veranstaltungen geben. Schon am Donnerstag, 8. November, 18.30 Uhr, geht es mit der Improviser in Residence Josefine Bode los. Titel der Reihe: „Im Salon“ – was auf ein hautnahes Erleben von Musik und Akteuren schließen lässt. „Kleinkunst, Menschen und interessante Gespräche – das ist ein Format, das in Moers in dieser Art ganz neu ist“, weiß Eichholtz.

Eigentümer des Hauses und auch des ehemaligen Cafés ist der SCI. Geschäftsführer Frank Theußen: „Wir wollten die schönen Räume nicht ungenutzt lassen.“ Und sie hätten sich für die Nutzung durch Kleinkunst und Kultur geradezu angeboten: „So ist denn auch die Initiativ-Idee der Bürgerinnen entstanden.“ Dörte Ratay, Hildegard Schüttler und Violetta Kubat (alle drei aus der aktiven Projektgruppe „Zwar“, zwischen Alter und Ruhestand, Stadtmitte) wollten der Kleinkunst im Salon auf die Beine helfen. Zu ihnen gesellte sich auch der von der Idee überzeugte Karl-Heinz-Theußen vom SCI.

„Das Café ist klein und gemütlich“

Mit ins Boot holte sich die kulturinteressierte Gemeinschaft Rüdiger Eichholtz mit seiner Erfahrung als Macher von Veranstaltungen: „Das Café ist klein und gemütlich. Da bot es sich an, nicht nur Musik, sondern auch Gespräche mit den Künstlern im Anschluss an die Vorstellung zu ermöglichen.“ Geplant sei zudem auch eine Gesprächsreihe mit Menschen aus der Region, die eine interessante Biografie hätten. Eichholtz, von Hause aus Kunsttherapeut, liebt die „Biografiearbeit“, wie er es nennt.

Wie beispielsweise beim ehemaligen Intendanten des Schlosstheaters, Rupert Seidel, der sich für kommenden Januar angekündigt habe, macht Eichholz Appetit auf mehr. Oder beim bekannten und europaweit ausgezeichneten Jazz-Drummer Günter „Baby“ Sommer aus Dresden. Und bei der ehemaligen Improviserin und Jazzpianistin Julia Hülsmann.

Ein Klavier soll den Kneipenraum vervollständigen

Was dem kleinen Kneipenraum noch fehle, aber demnächst noch kommen solle: „Ein Klavier, das natürlich auch genutzt werden wird“, kündigt Eichholtz an. Die Räume im Erdgeschoss verfügten zudem auch, wie Karl-Heinz Theußen weiß, über die gesamte Logistik, von der Küche bis zur Toilette. Damit böten sie sich auch für weitere Events an. Und: „Es gibt für etwas größere Veranstaltungen auch einen Saal“, merkt der Geschäftsführer an.

>>> INFO

Rüdiger R. Lorenzo Eichholtz (53) ist bildender Künstler, Fachrichtung Bildhauerei.

2008 bis 2010 arbeitete er als Kulturmacher an der Projektleitung Twins 2010 für die Städte Moers und Duisburg im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010.

2017 kam Eichholtz zum Leitungsteam des Moers-Festivals und gründete auch Kulturprojekte Niederrhein e.V.

Für Neukirchen-Vluyn arbeitet er seit 2018 an der Organisation, Durchführung und Weiterentwicklung der freien Kulturarbeit sowie der kulturellen Bildung der Stadt.

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