Ausbau der A 57

Moerser Bürger werden an Ausbauplänen für die A 57 beteiligt

Das Autobahnkreuz Moers soll im Rahmen der A-57-Verbreiterung ebenfalls ausgebaut werden.

Das Autobahnkreuz Moers soll im Rahmen der A-57-Verbreiterung ebenfalls ausgebaut werden.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Moers/Kamp-Lintfort.  Straßen.NRW informiert am 27. November im Rahmen des sechsstreifigen Ausbaus der Autobahn über die aufwendige Etappe zwischen Krefeld und Moers.

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Es ist ein regelrechtes Mammutprojekt. Rund 900 Millionen Euro nimmt das Land in die Hand, um die A57 auf sechs Fahrstreifen zu erweitern und so den täglichen Verkehrslawinen zwischen Düsseldorf und der niederländischen Grenze mehr Platz zu machen. Und so langsam nähern sich die Baustellen dem Niederrhein.

Anfang 2020 soll das Planfeststellungsverfahren für den Bauabschnitt „Kapellen“ eingeleitet werden. So nennt Straßen.NRW die rund 6,5 Kilometer lange Etappe zwischen der Anschlussstelle Krefeld-Gartenstadt und dem Autobahnkreuz Moers. Der Aufwand für diesen Streckenabschnitt ist beträchtlich. Allein sechs Brücken müssen in diesem Bereich für den sechsstreifigen Ausbau abgerissen werden. Fünf werden neu errichtet. Für eine Brücke bekommt die komplette Moerser Straße sogar einen gänzlich neuen Verlauf. Dazu verbindet das Autobahnkreuz Moers die A57 mit der A40. Für einen verbesserten Verkehrsfluss baut Straßen.NRW das „Kleeblatt“ aus. Daneben soll der Lärmschutz verbessert werden.

Moerser Bürger können im Hotel Van der Valk ihre Bedenken äußern

Der Ausbau des Streckenabschnitts soll laut Straßen.NRW rund drei Jahre dauern. Sofern Arbeiten vorab realisiert werden können (Entwässerung, Lärmschutz, Verlegung Grafschafter Rad-/ Wanderweg usw.) werden diese vorgezogen. Eine Sperrung der A 57 sowie der Auf- und Abfahrten an der Anschlussstelle Kapellen, die ebenfalls an die sechs Fahrstreifen angepasst werden muss, möchte Straßen.NRW nach Möglichkeit vermeiden. „Allerdings ist für den Bau der Brücken an der Vennikelstraße, Lauersforter Straße und Wilhelm-Anlahr-Straße eine Sperrung der Straßen im Baubereich notwendig“, sagt der Landesbetrieb. Für den Verkehr gebe es dann weiträumige Umleitungsstrecken. Und für den Neubau der Brücke „Moerser Straße“(K 3) soll die Kreisstraße solange für den Verkehr frei bleiben, bis das neue Bauwerk einschließlich der Verlegung der Moerser Straße gebaut ist.

Straßen.NRW bemüht sich nach eigener Aussage um einen weitestgehend reibungslosen Ablauf. Die Beeinträchtigungen für Verkehrsteilnehmer und Anwohner dürften dennoch erheblich sein. Der Landesbetrieb lädt deshalb alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich zu beteiligen. Informationsveranstaltungen in Krefeld und Moers sind dafür geplant.

In Moers können sich die Bürger am Mittwoch, 27. November, im Hotel Moers Van der Valk an der Krefelder Straße 169 über das Bauprojekt informieren, nachfragen, diskutieren und ihre eigenen Anregungen und Bedenken einbringen. Der Veranstaltungsbeginn ist jeweils um 18.30 Uhr. Der Einlass beginnt ab 18 Uhr. Zu diesen Terminen informieren die Projektverantwortlichen über die Planungsmaßnahmen, unter anderem über den eigentlichen Ausbau auf sechs Fahrstreifen, dazu aber auch über Lärmschutzanlagen, Entwässerung und die Landschaftspflege.

Mit einem Verkehrsaufkommen von bis zu 120.000 Fahrzeugen pro Tag gehört die A57 laut Straßen.NRW zu den stauträchtigsten Autobahnen in NRW. Prognosen zufolge werden bis 2030 je nach Abschnitt zwischen 75.000 und 130.000 Fahrzeuge täglich unterwegs sein werden. Die Kapazitätsgrenze eines vierstreifigen Autobahn-Querschnittes liegt bei maximal 80.000 Fahrzeugen pro Tag.

Der Ausbau von vier auf sechs Fahrstreifen entlang des rund 63 Kilometer langen Teilstücks zwischen den Autobahnkreuzen Köln-Nord und Kamp-Lintfort soll den Verkehrsfluss laut Straßen.NRW deutlich verbessern.

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