Freizeitpark

Moerser Quartierforum will wildes Grillen endlich beenden

Die Drei vom Schlosspark: Karl-Heinz Theußen, Dörte Ratay und Klaus-Dieter Vinschen (v.l.).

Die Drei vom Schlosspark: Karl-Heinz Theußen, Dörte Ratay und Klaus-Dieter Vinschen (v.l.).

Foto: Volker Herold

Moers.   Wildes Grillen, zugeparkte Grünstreifen und die Müllberge im Freizeitpark: Das Quartierforum Innenstadt fordert Politiker auf, endlich zu handeln.

Wildes Grillen im Freizeitpark, Müll, zugeparktes Grün an der Krefelder und Venloer Straße: Seit 2007, so wirft es das Quartierforum Innenstadt der Moerser Politik vor, werde dieses ordnungspolitische Problem einfach ausgesessen. Alle Jahre wieder taucht es im Sommer auf, dann wird drüber geredet, jedoch nichts unternommen – die Mitglieder des Quartierforums Innenstadt haben davon die Nase voll. Sie wollen, dass nach elf Jahren endlich etwas unternommen wird.

„Das wilde Grillen ist ein Problem, das nicht ernst genug genommen wird“, erklärt Klaus-Dieter Vinschen. „Man muss es unbedingt anpacken, denn nichts ist geregelt.“ Wobei das Quartierforum das Grillen im Park nicht etwa verbieten will, vielmehr sollten an geeigneter Stelle vernünftige Grillplätze gebaut werden. Auch das Zuparken der Grünstreifen im Umfeld des Freizeitparks sei ein Unding; eine Aussage, der Karl-Heinz Theußen unter Hinweis auf die Gleichbehandlung zustimmt.

Nur unter der Woche wird streng sanktioniert

Es dürfe nicht sein, dass unter der Woche in der Innenstadt Parkverstöße streng sanktioniert würden, am Wochenende rund um den Schlosspark aber jeder tun und lassen könne, was er wolle. Man müsse sich über Politik- und Staatsverdrossenheit nicht wundern, wenn – in diesem Fall – die Kommune ihrer ordnungspolitischen Verpflichtung nicht nachkomme.

Dass eine gepflegte Grünanlage ein Standortfaktor sei, müsse man doch niemandem erzählen, fügt Dörte Ratay hinzu. Die geplante Aufwertung des Freizeitparks lasse sich indes nicht durchsetzen, wenn nicht endlich etwas unternommen werde. „Ohne Kontrolle und ohne dass man Geld in die Hand nimmt geht gar nichts“, meint Klaus-Dieter Vinschen und ist sich dabei bewusst, dass der notwendige Kontrollaufwand sicherlich nicht für ein paar Tausend Euro im Jahr zu haben sein dürfte.

Ein Bündnis der Willigen

Einig ist man sich im Quartierforum darüber, dass ein kommunaler Ordnungsdienst die Kontrollaufgaben übernehmen muss. Seien Mittel und Personal bereitgestellt, müsse organisiert, kontrolliert und im Falle von Verstößen gegen eine zu beschließende Parksatzung auch sanktioniert werden.

Dafür bedürfe es jedoch eines „Bündnisses der Willigen“. Am Dienstag um 17 Uhr hat das Quartierforum die Ratsfraktionen zu einem Gespräch eingeladen, aber zugesagt, so Theußen, hätten nur CDU und SPD.

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