Kindertheater

Moerser Schlosstheater präsentiert besonderes Kindertheater

Larissa Bischoff (li.) und Catharina Fillers haben gemeinsam an dem Kindertheaterstück gearbeitet.

Larissa Bischoff (li.) und Catharina Fillers haben gemeinsam an dem Kindertheaterstück gearbeitet.

Foto: Erwin Pottgiesser

Moers.   Das Stück „Elisa und die Schwäne“ basiert auf den Märchen von Grimm und Andersen. Doch die Inszenierung im Jugendheim St. Barbara überrascht.

Die wild übereinander gestapelten Stühle mitten im Raum verwandeln sich in einen Baum. Und das allein durch die Fantasie der Zuschauer. Doch nicht nur das Bühnenbild des Kindertheaterstücks „Elisa und die Schwäne“ hält einige Überraschungen bereit.

„Wir mögen es, einfach mal aus unserem kleinen Schlösschen herauszukommen“, erklärt Larissa Bischoff, Dramaturgin am Schlosstheater. Um andere Menschen als die üblichen mit dem Theater erreichen zu können, suchte sich das Team als Ort des Geschehens bereits zum zweiten Mal den Stadtteil Meerbeck und dort das Katholische Jugendheim St. Barbara aus.

Von der Magie eines Märchens überzeugt

„Es geht auch darum, uns hier weiter zu vernetzen“, so Bischoff. Daher stellen sich an den Sonntagsvorstellungen verschiedene Ortsvereine an Ständen vor dem Jugendheim vor. Und wer aus Versehen doch zum Schlosstheater fährt, dem zeigen kleine Pfeile quer durch die Stadt den richtigen Weg nach Meerbeck an.

Von der Magie eines Märchen ist die für Text und Inszenierung zuständige Catharina Fillers überzeugt: „Märchen sind thematisch immer aktuell und bieten die Möglichkeit, mit Fantasie an die Themen heran zu gehen.“ Aus diesem Grund hat sie das Grimm’sche Märchen „Die sechs Schwäne“ und dessen Bearbeitung von Hans Christian Andersen frei umgeschrieben.

Sechs Jahre nicht sprechen und lachen

Die Handlung fasst Bischoff zusammen als „Heldinnengeschichte von einem ziemlich coolen Mädchen.“ Denn während sich ihr Vater mit dem Schicksal abfindet, versucht Elisa den auf ihren sechs Brüdern lastenden Fluch zu lösen. Das ist allerdings nicht gerade leicht, darf sie dafür doch sechs Jahre weder sprechen noch lachen. Noch schwieriger wird die Aufgabe, als sie einen ziemlich netten Prinzen trifft. „Es geht auf vielen Ebenen um Verantwortung und Freundschaft“, betont Bischoff.

Elisa Reining und Roman Mucha spielen zu zweit das Stück, das eigentlich von viel mehr Personen handelt. Doch die besondere Form hat einen Grund, wie Fillers erläutert: „Wir spielen mit dem Spiel. Es bleibt beim Erzählen, denn das kennen die Kinder.“

Doch auch für die Schauspieler selbst ist das Kindertheaterstück eine spannende Herausforderung. „Und das nicht nur, weil sie früher als sonst aufstehen müssen“, sagt Bischoff und lacht. Stattdessen sei das Stück kommunikativ und damit jedes Mal ein wenig anders. Nur eines bleibt. Die Verwandlung von Stühlen in einen Baum.

>>> Termine <<<

Rund 40 Vorstellungen finden ab dem 18. November bis zum 28. Februar im Katholischen Jugendheim St. Barbara, Lindenstraße 28, statt.

Vormittags können sich Gruppen das Theaterstück ansehen. Hier sind die Termine zu finden: www.schlosstheater-moers.de.

Nachmittags gibt es an den folgenden Sonntagen Vorstellungen: 2., 9. und 16. Dezember sowie am 27. Januar und 3. Februar.

Der Eintrittspreis liegt bei 10 Euro, ermäßigt 7 Euro. Gruppen ab fünf Kindern bezahlen je Kind 5 Euro.

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