Schulprojekt

Moerser Schüler messen Feinstaubbelastung in der Stadt

Foto: Norbert Prümen

Moers.   Die Physik-AG der Anne-Frank-Gesamtschule führt im Rahmen ihres neusten Projektes Messungen durch. Bald soll eine feste Station aufs Schuldach.

Die gute Nachricht: Zumindest die ersten Feinstaubmessungen in Moers haben beruhigende Werte ergeben. Das haben nicht etwa Umweltschützer sondern die Schüler der Physik-AG an der Anne-Frank-Gesamtschule herausgefunden. Sie sind derzeit mit einem Feinstaub-Messgerät in der Stadt unterwegs, um Vergleichsdaten für ihr Projekt zu bekommen. Ziel ist es, die Emission sowohl beim Verkehr morgens vor der Schule als auch auf dem Schuldach zu ermitteln – wobei Interessierte später per Mausklick die aktuellen Daten anschauen können.

Ein Projekt der Uni Münster

Physiklehrer Christian Eckold sagt, das Projekt habe sich schon wegen der Aktualität des Themas angeboten. Die Messungen für jedermann seien an der Universität Münster entwickelt worden. Praktisch auch, dass die Ausrüstung schon für einige Hundert Euro zu haben sei. „Dazu gehören Sensoren, die Feinstaub und seine Körnung messen sowie Stickoxid und Kohlenstoffmonoxid“, berichtet Amadeus, der später ‘mal Physik studieren will. Kira ergänzt: „Wir haben die Station selbst gebaut und auch den Computer dafür programmiert.“ Die Gruppe wolle für Vergleichsdaten mit dem Messgerät aber noch öfter in die Stadt gehen.

Messungen auch bei Schulbeginn

Die erste Messung ergab: „Der Feinstaub-Wert am Kö lag bei zehn Mikrogramm pro Kubikmeter Luft“, berichtet Kira. 25 Mikrogramm seien der Grenzwert. Gemessen wurde zudem am Bahnhof, mit ähnlichem Ergebnis. „Interessanterweise haben wir in einer Gastronomie-Küche einen hohen Wert gemessen“, rätselt Amadeus noch an der Ursache.

Große Aussagekraft habe die erste Messung nicht, wie der Pädagoge erläutert. „Zurzeit ist die Stadt gut durchlüftet und es herrscht wenig Verkehr. Im Winter bei windstillen Inversionswetterlagen wird das schon anders aussehen.“

Spätere Messungen beim morgendlichen Anreiseverkehr der Schüler könnten, so Lucas, manche Schüler vielleicht zum Umsteigen aufs Fahrrad bewegen. Die feste Station auf dem Schuldach soll dort dauerhaft bleiben und für die Schüler sowie jeden Interessierten die Luftbelastung weiter messen.

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