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Mörth plant Oktoberfest und Weihnachtsmarkt in Meerbeck

Sebastian Mörth und sein Team Maggy Hilge, Tanja Probst, Marita Reiners-Faerber und Marion Maas (von links) verkaufen nicht nur Brautmoden in Meerbeck, sondern organisieren auch Veranstaltungen – sechs in diesem Jahr.

Foto: Ulla Michels

Sebastian Mörth und sein Team Maggy Hilge, Tanja Probst, Marita Reiners-Faerber und Marion Maas (von links) verkaufen nicht nur Brautmoden in Meerbeck, sondern organisieren auch Veranstaltungen – sechs in diesem Jahr. Foto: Ulla Michels

Moers.   Nach der Eröffnung von drei Geschäften im Moerser Stadtteil binnen zwei Jahren bleibt Sebastian Mörth aktiv. Er will Meerbeck in Schwung bringen.

Eigentlich hat Sebastian Mörth seinen Mitarbeiterinnen ja versprochen, dass es ein Jahr lang mal ruhiger laufen sollte. Gut, nach der Neueröffnung von drei Brautmoden-Geschäften in Meerbeck binnen zwei Jahren steht zumindest für 2018 keine vierte an.

Aber richtig Ruhe geben ist Mörths Sache nicht und so plant er in diesem Jahr sechs Veranstaltungen auf dem Marktplatz – vom Trödel bis zum Weihnachtsmarkt.

Für Neugründer ist Meerbeck ideal

Sebastian Mörth sorgt für Gesprächsstoff in Meerbeck – nicht nur, weil er sich gelegentlich in die schrille Vivian Wonder mit Federboa und wallendem Haar verwandelt. Mehr noch sorgt für Aufsehen, dass da einer mutig in einen Stadtteil investiert, in dem vor allem der Leerstand von Ladenlokalen zu wachsen scheint.

Dabei beschönigt der gebürtige Meerbecker nichts in dem Quartier, aber: „Die Ladenmieten sind hier am Boden. Für Neugründer ist das ideal. Man muss aber auch Mut haben, dann kann’s funktionieren“, sagt Sebastian Mörth, der im Übrigen darauf verweisen kann, dass es bei ihm funktioniert: In seinen drei Geschäften für Braut- und Bräutigammoden an der Bismarckstraße beschäftigt er mittlerweile 14 Mitarbeiterinnen. Und er deutet an, dass diese Läden nicht seine letzten Investitionen gewesen sind.

Mörth will in den Vorstand der Werbegemeinschaft

Obendrein will sich Mörth nicht nur finanziell engagieren. Am Dienstag trifft er sich mit der örtlichen Werbegemeinschaft. Einfach nur Mitglied zu werden, reicht ihm nicht. Er will in den Vorstand – mindestens.

Prinzipiell offen für eine Zusammenarbeit zeigt sich auch das Meerbecker Nachbarschaftsnetzwerk 55 Plus: „Der Mörth bringt Schwung in den Stadtteil“, freut sich Wolfram Reutlinger. Den kann man, so hofft er, vielleicht auch für den Wochenmarkt nutzen, der Reutlinger Sorgen bereitet: „Da muss dringend ‘was passieren.“

Fest im Sommer ist in guter Erinnerung

Auch Stadtteilmanager Jens Franken, der das Projekt NEU_Meerbeck und das dazugehörige Stadtteilbüro leitet, sieht in dem umtriebigen Mörth einen potenziellen Verbündeten: „Er ist ein wichtiger Akteur im Stadtteil und belebt ihn.“ Das Fest, das Mörth im Sommer 2017 auf dem Marktplatz auf die Beine gestellt hat, sei bei den Meerbeckern in guter Erinnerung: „Es ist klasse, wenn jemand Gelegenheiten schafft, bei denen die Menschen zusammenkommen können“, so Franken.

Dazu werden sie in diesem Jahr gleich sechs Mal die Möglichkeit bekommen, immer auf dem Marktplatz. Sebastian Mörth, der aus der Eventbranche kommt, plant für den 28. Juli wieder ein großes Sommerfest mit Bühne und Höhenfeuerwerk. Am 20. Oktober kann Meerbeck ein „Wondervolles Oktoberfest“ feiern, Mörth lässt dazu ein 500-Personen-Zelt aufbauen. Und er lässt es für den folgenden Tag stehen, denn am 21. Oktober soll am selben Ort eine Hochzeitsmesse stattfinden. Am zweiten und dritten Adventswochenende bringt Mörth einen jeweils dreitägigen „Märchenweihnachtsmarkt“ auf den Platz. Getrödelt wird auch: am 13. Mai und 9. September.

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