Gesundheit

Neue Beratungsstelle in Moers für Patienten mit Krebs

Sie stellten die neue Krebsberatungsstelle vor (von links): Dr. Ralf Engels, Vorstand der Stiftung Krankenhaus Bethanien, Dr. Kato Kambartel, Leiter des Onkologischen Zentrums Bethanien, Felicitas Kalter, Psycho-Onkologin am Bethanien, Dr. Thomas Voshaar, Ärztlicher Direktor Bethanien, Patrik Jotzo, Psycho-Onkologe am Bethanien, Kerstin Zimmer, Psycho-Onkologin am St. Josef-Hospital. .

Sie stellten die neue Krebsberatungsstelle vor (von links): Dr. Ralf Engels, Vorstand der Stiftung Krankenhaus Bethanien, Dr. Kato Kambartel, Leiter des Onkologischen Zentrums Bethanien, Felicitas Kalter, Psycho-Onkologin am Bethanien, Dr. Thomas Voshaar, Ärztlicher Direktor Bethanien, Patrik Jotzo, Psycho-Onkologe am Bethanien, Kerstin Zimmer, Psycho-Onkologin am St. Josef-Hospital. .

Foto: Heike Cervellera / KBM

Moers/Kreis Wesel.  Am Bethanien-Krankenhaus in Moers eröffnet eine Beratungsstelle für Patienten mit Krebs aus dem Kreis Wesel. Sie unterstützt nach der Klinikzeit.

Heute gibt es modernste Therapien bei Krebserkrankungen. Sie werden immer effizienter und lebensverlängernder. „50 Prozent aller Menschen haben in ihrem Leben ein Mal mit Krebs zu tun“, weiß Dr. Thomas Voshaar, Chef des Lungenzentrums Bethanien und Ärztlicher Direktor. Was aber außer den Experten kaum jemand weiß: Es gibt im ganzen Kreis Wesel keine zentrale Betreuung und Beratung für Krebspatienten nach dem Krankenhausaufenthalt. Zahlreiche Fragen um Familie, soziales Umfeld sowie alle rechtlichen Dinge müssen neben psychischen Problemen bewältigt werden.

Abhilfe will die Krebsberatungsstelle schaffen. Sie ist am Krankenhaus Bethanien stationiert, arbeitet aber ausschließlich mit ehrenamtlichen Kräften. Bemerkenswert: „Es gibt großen Bedarf, aber bisher keine finanziellen Mittel für diese Beratungsstelle“, weiß Dr. Kato Kambartel, Leiter des neuen Onkologischen Zentrums in Bethanien. Verstärkter öffentlicher Druck könne helfen, dies künftig zu ändern.

Krebs zu haben bedeutet oft auch wirtschaftliche Sorgen

Menschen können heute oft viele Jahre mit Krebs leben. Voshaar: „Es gibt den Begriff des chronisch Krebskranken. Wobei immer viele Einschränkungen für den Patienten bleiben, auf die die Beratung eingehen will.“ Kambartel: „Krebs zu haben, bedeutet auch wirtschaftliche Sorgen und Probleme in der Familie.“ So wolle die Beratung auch ein Stück Lebenshilfe sein und die Lebensqualität der Betroffenen verbessern. Nur ein Beispiel sei es, wenn ein Patient nicht in die Reha fahren könne, weil er zu schwach sei. Die Krankenkasse mache dann Probleme wegen der Zahlungen. Daher gelte es auch, kompetente Ansprechpartner zu vermitteln, schildert Kambartel einen Fall.

Fachleute und die Ersten in der Beratungsstelle sind die Psycho-Onkologen in St. Josef und Bethanien, die sich ehrenamtlich zur Verfügung stellen. Patrik Jotzo, Felicitas Kalter und Kerstin Zimmer sind ab 1. September – für jedermann im Kreis – dienstags und donnerstags von 15 bis 17 Uhr unter 02841/200-20451 für einen Erstkontakt erreichbar. „Wir bieten eine psychosoziale Beratung an“, unterstreicht Jotzo.

Das neue Beraterteam sucht weitere ehrenamtliche Mitstreiter, die sich nach einer Schulung einbringen. Das können Krankenkassen-Beschäftigte sein, aber auch pflegerische Kräfte und andere Menschen.

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