Klima und Umwelt

Neuer Radweg von Neukirchen-Vluyn nach Kamp-Lintfort

In Neukirchen-Vluyn wird das Konzept für klimafreundliche Mobilität umgesetzt. Dabei geht es auch um Radwege, hier ein Archivfoto.

In Neukirchen-Vluyn wird das Konzept für klimafreundliche Mobilität umgesetzt. Dabei geht es auch um Radwege, hier ein Archivfoto.

Foto: Christoph Karl Banski

Neukirchen-Vluyn.  Die Stadt Neukirchen-Vluyn ist nach Gesprächen mit Straßen NRW optimistisch, dass die Verbindung an der L 476 schnell eingerichtet werden kann.

Wie kann die klimafreundliche Mobilität in Neukirchen-Vluyn verbessert werden? Dem Stadtrat ist dazu im Dezember vergangenen Jahres jede Menge eingefallen. Und so schnürten die Politiker ein dickes Paket aus 84 Einzelmaßnahmen zu einem umfangreichen Konzept, das nun Schritt für Schritt umgesetzt werden soll. Die ersten konkreten Planungen, für die die Stadt zuständig ist, wurden nun im Bau- und Grünflächenausschuss auf den Weg gebracht.

Zudem laufen bereits Gespräche mit dem Landesbetrieb Straßen NRW über die Einrichtungen eines Radweges nach Kamp-Lintfort entlang der L 476 (Lintforter Straße).

Fahrrad abstellen am Rathaus wird sicherer

Verabschiedet hat der Aussschuss auch den Austausch von Fahrradabstellanlagen am Rathaus und der Volkshochschule. Die aktuellen Modelle sind nicht mehr zeitgemäß und sind laut ADFC als Felgenkiller nutzlos. Neue Anlehnbügel werden das Abstellen sicherer und fahrradfreundlicher gestalten. Ebenfalls in Angriff genommen wird die Neuordnung des Radverkehrs am Bendschenweg.

Dazu wird der Geh- und Radweg saniert und die Möglichkeit geschaffen, Radler auf der Straße fahren zu lassen. Am Gülixweg wird die Fahrradstraße saniert. Umlaufsperren sollen reduziert und Radfahrstreifen markiert werden.

Die Stadtverwaltung ergreift die Initiative

Die Stadtverwaltung ist zudem im Austausch mit dem Landesbetrieb, um auch Maßnahmen oberster Priorität, die nicht im Zuständigkeitsbereich der Stadt liegen, anzugehen. Zentral ist dabei der Radverkehr entlang der Verkehrsachsen in die Nachbargemeinden wie auf der L 476. Sie ist eine wichtige Alltagsradwegeverbindung und Pendelverbindung zwischen Neukirchen-Vluyn und Kamp-Lintfort.

Erste Gespräche hatten keine zufriedenstellende Arbeitsteilung ergeben und wurden deshalb verworfen. Auf Initiative der Stadtverwaltung wurden die Gespräche erfolgreich wiederaufgenommen und eine für die Stadt verbesserte Vereinbarung erarbeitet: Geplant ist nun eine Neuordnung der Landesstraße. Damit verbunden ist eine Abtrennung des Radweges, so dass die Sicherheit für die Radfahrenden erhöht wird und eine direkte und komfortable Strecke zwischen Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn entsteht.

Kosten und Bau der neuen Radverbindung liegen laut Planungsvereinbarung beim Landesbetrieb Straßen, lediglich die Planungsleistungen wären seitens der Kommune zu beauftragen und zu betreuen. Eine Neu-Priorisierung der vielen aktuellen Maßnahmen aus dem Tiefbauamt durch die Politik ist jedoch aus Verwaltungssicht erforderlich.

Die Stadtverwaltung ist positiv gestimmt, dass durch die neue Arbeitsteilung der Radweg nach Kamp-Lintfort deutlich schneller realisiert werden kann.

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