Industriekultur

Neukirchen-Vluyn nimmt erstmals an der Extraschicht teil

Die ehemalige Zeche Niederberg in Neukirchen-Vluyn.

Die ehemalige Zeche Niederberg in Neukirchen-Vluyn.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Neukirchen-Vluyn.  In diesem Jahr sollen Besucherinnen und Besucher der Extraschicht im Juni erstmals auch auf Niederberg etwas zu sehen bekommen. Planungen laufen.

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Die Stadt nimmt in diesem Jahr das erste Mal an der Extraschicht teil. Das hat Bürgermeister Harald Lenßen am Montagabend auf der ersten Bürgerversammlung des Jahres verkündet. Man solle sich den 27. Juni vormerken, hieß es. Für den besagten Samstag ist in diesem Jahr die Nacht der Industriekultur terminiert.

Geplant ist eine großflächige Kunstinstallation auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Niederberg. Die Installation soll zwischen den Fördertürmen realisiert werden. Wie Stadtsprecherin Sabrina Daubenspeck auf NRZ-Nachfrage sagte, soll es sich um großformatige Tücher handeln, die dann angestrahlt werden.

Darüber hinaus sollen die Besucherinnen und Besucher der Extraschicht einen Einblick in die Maschinenhallen erhalten. Dazu müssen die Gebäude zunächst extrem aufgeräumt werden. Sie sollen so hergerichtet werden, dass man sich im Erdgeschoss aufhalten kann. Für das Rahmenprogramm soll unter anderem ein Streetfoodfestival auf die Beine gestellt werden. Laut Lenßen werden mehrere tausend Menschen erwartet.

Wie Bürgermeister Lenßen weiter sagte, soll noch in diesem Monat ein Letter of Intent mit dem Investor Jürgen Tempelmann unterzeichnet werden, der auf der Süd-Ost-Fläche von Niederberg ein CreativQuartier in Klein plant.

Nicht realisiert werden kann nach derzeitigem Stand eine dauerhafte Illumination der Fördertürme. „Man hat von einer dauerhaften Beleuchtung erstmal Abstand genommen“, sagt Stadtsprecherin Daubenspeck auf Nachfrage. Begründet wird das mit den Kosten, die nach Stadtangaben im sechsstelligen Bereich liegen.

Noch vor einem Jahr hieß es, man hoffe, dass das Projekt „im nächsten Winter“ umgesetzt werden könne. Seinerzeit hatte man am Lichtkonzept gearbeitet und ein artenschutzrechtliches Gutachten angekündigt. Nun muss die Stadt offenbar nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten suchen.

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