Schule

Neukirchen-Vluyner Schüler reisen zur Expo im fernen Astana

Die Schüler erläutern Bernd Zibell von der Sparkasse am Niederrhein die mitgebrachten Bilder in der Ausstellung.

Die Schüler erläutern Bernd Zibell von der Sparkasse am Niederrhein die mitgebrachten Bilder in der Ausstellung.

Foto: Ulla Michels

Neukirchen-Vluyn.   Der Erdkunde-Kurs des Julius-Stursberg-Gymnasiums ist auf eine ungewöhnliche Studienreise zur Expo ins 5000 Kilometer ferne Kasachstan gegangen.

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Mit starken Eindrücken von einem fernen Land voller Gegensätze kehrten 19 Schüler des Erdkunde-Kurses am Julius-Stursberg-Gymnasium jetzt von der Expo in Astana/Kasachstan zurück. Eine Ausstellung dazu mit beeindruckenden Fotos von der weiten Reise wurde jetzt in der Sparkasse an der Poststraße mit vielen offiziellen Gästen eröffnet.

Monatelang hatte sich der Kurs mit Lehrer Andreas Forsthövel mit dem Thema Energien für die Zukunft beschäftigt. Als der Pädagoge mit der Idee kam, der ganze Kurs solle mit ihm zur Expo fahren, habe man schon am Verstand des Lehrers gezweifelt, berichtete Schüler Eric Reese in seiner Ansprache. Finanziell möglich machte das Projekt dann eine Mischung aus einem Fördervereinzuschuss, Sponsorengeldern und der Sparkassensozialstiftung Neukirchen-Vluyn.

Innenstadt war fast protzig

Alina Bruder und Rabea Suhre waren mit dabei und berichten: „Die Innenstadt Astanas war beeindruckend, fast protzig. Überall glitzerte es orientalisch-golden, die Türme, die modernen Gebäude, es glänzte nur so.“ Und nachts erstrahlte alles im Lichterglanz. Aber es sei wohl auch vieles nur Fassade gewesen: „Obwohl die Expo schon läuft, sind viele der modernen, neuen Gebäude noch nicht fertig. Wie eines der Expo-Gebäude, das nur bis zur zweiten Etage funktionstüchtig war. Und auch das Hilton-Hotel war nur von außen fertig.“

Im Pavillon des Bundeswirtschaftsministers wurde die Gruppe begrüßt. „Wir haben auch am Kongress teilnehmen können. Leider waren einige Folien in Kyrillisch.“ Einen Ausflug aufs Land unternahmen die Stursberg-Schüler auch. „Das war ein echtes Kontrastprogramm. Dort gab es Wellblechhütten und teils eingeschlagene Fenster, viel Armut herrscht dort noch.“

Gute Erinnerung an die Gastfreundschaft

Was die deutschen Schüler aber am bemerkenswertesten fanden: „Das war der Steinkohle-Tagebau, den wir besichtigt haben.“ Im Kongresszentrum diskutierte die Welt über erneuerbare Energien, und quasi um die Ecke wurde der fossile Brennstoff unter Zerstörung der Landschaft gewonnen.

In besonders guter Erinnerung werden die Schüler die Gastfreundschaft der Partnerschüler in Astana behalten. Die „deutsche Schule“ beginne schon im Kindergarten und reiche bis zum Abitur. „Die Jugendlichen sprechen super deutsch und wollen später in Deutschland studieren.“

Bewusster mit Energie umgehen

Was sie denn aus dem Erlernten für sich mitgenommen hätten, wollte eine Besucherin bei der Ausstellungseröffnung wissen: „Ich gehe bewusster mit Energie um, benutze Energiesparlampen und schalte das Stand-by bei Geräten jetzt ab“, so die prompte Antwort von Alina.

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