Wasserwirtschaft

Niedriger Rheinwasserstand bereitet der Lineg Sorgen

Karl-Heinz Brand, Vorstandschef der Lineg.

Foto: Erwin Pottgiesser

Karl-Heinz Brand, Vorstandschef der Lineg. Foto: Erwin Pottgiesser

Kamp-Lintfort.   Wenig Niederschlag und der niedrige Rheinpegel ließen 2017 den Grundwasserstand weiter sinken. Das sorgt auch dafür, dass Kuhlen verlanden.

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Der Rheinwasserstand hat in diesem Jahr laut Lineg-Vorstandschef Karl-Heinz Brandt ein historisches Tief erreicht. Seit 1902 zeichnet die Linksrheinische Entwässerungs-Genossenschaft (Lineg) die Rheinwasserstände auf. Wurde 1902 am Pegel Ruhrort ein Stand von 6, 30 Meter gemessen, waren es 2017 nur noch 3,30 Meter.

„Wie sich der Rhein entwickelt, macht uns auf Dauer Sorgen“, so Brandt im Pressegespräch im Vorfeld der gestrigen Genossenschaftsversammlung. Dazu fielen in diesem Jahr auch die Niederschläge extrem gering aus. „Der mittlere Niederschlag lag zu keinem Zeitpunkt über dem seit 1910 gemessenen langjährigen Mittel“, erläuterte Brandt.

Kuhle Blink in Hoerstgen verlandet

Beide Phänomene zusammen führten letztlich dazu, dass auch das Grundwasser niedriger war, als in anderen Jahren – alle drei Faktoren sorgten zum Beispiel auch für trockene Kuhlen in Rheurdt. Bei der zum Teil verlandeten Kuhle Blink in Hoerstgen (die NRZ berichtete) habe der Fehler allerdings bei der Lineg gelegen, so Brandt. Dieser sei jedoch bereits einen Tag später behoben worden.

Die Probleme um den niedrigen Wasserstand im Pappelsee hingegen sollen Anfang des Jahres angepackt werden: „Hier spielt das Grundwasser eine große Rolle. Der Pappelsee hat immer Zufluss aus den Brunnen im Gestfeld gehabt, hier kommen wir aber nicht mehr ans Grundwasser“, so Brandt.

Renaturierung am Rheinberger Altrhein

Ganz oben auf der Tagesordnung stehen für die Lineg weiterhin die Renaturierungsmaßnahmen am Rheinberger Altrhein – dort insbesondere der Umgang mit der PCB-Belastung. Hier sollen noch im Dezember weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Erfreulich für die Städte und Gemeinden des Wasserwirtschaftsverbundes: Die Beiträge werden laut Lineg-Vorstand Karl-Heinz Brandt nicht steigen. „Wir halten eine Linie, die seit 13,14 Jahren stabil ist.“

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