Besonderer Dank

Pferdehof in Rheurdt dankt der Feuerwehr mit Spendenritt

Die Feuerwehr in Rheurdt hat am 21. November mehrere Islandpferde aus einer Schlammkuhle eines alten Rheinarms befreit.

Die Feuerwehr in Rheurdt hat am 21. November mehrere Islandpferde aus einer Schlammkuhle eines alten Rheinarms befreit.

Foto: Freiwillige Feuerwehr Rheurdt / Feuerwehr

Rheurdt.  Für ihre Rettung seiner Ponys im vergangenen November plant der Islandpferdehof Rheurdt nun eine besondere Aktion für die Freiwillige Feuerwehr.

Elf ausgerissene Islandponys haben der Freiwilligen Feuerwehr am Niederrhein im vergangenen November eine nicht ganz alltägliche Welle von Sympathiebekundungen beschert.

Und für ihren schnellen und beherzten Einsatz wird den Rettungskräften aus Rheurdt und Schaephuysen nun eine besondere Ehre zuteil – in Form eines Spendenritts, den der „Islandpferdehof Niederrhein“ am kommenden Sonntag ausrichtet. Dort waren am 21. November elf Ponys ausgebüxt und hatten sich geradewegs in Gefahr begeben.

Spektakuläre Rettungsaktion

Sie galoppierten nämlich direkt in eine leer gelaufene Kull, einen rund 150 mal 50 Meter großen Teich, der aber längst kein Wasser mehr führte und nur seinen matschigen Boden offenbarte. Die Tiere stürmten in den Kessel – und versanken im Morast. Drei Ponys befreiten sich allein aus der Situation. Fünf weitere Tiere konnte das Team um Hofbesitzer Matthias Bender retten. Bei drei anderen Pferden aber mussten die Reiter hilflos dabei zusehen, wie die Tiere bis zum Hals im Moor versanken. Sie riefen die Feuerwehr.

Es folgte eine spektakuläre und alles andere als alltägliche Rettungsaktion, bei der 30 ehrenamtliche Kräfte aus Rheurdt, Schaephuysen und auch Vluyn um das Wohl der Pferde kämpften. Am Anfang sei es ziemlich „chaotisch zugegangen“, erinnert sich der Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Rheurdt, Simon Galka, im Gespräch mit der NRZ. „So eine Situation kannst du ja auch nicht trainieren.“ Zwar habe die Feuerwehr immer mal wieder mit ausgebüxten Tieren zu tun, aber noch nie mit einer ganzen Herde, die Reißaus nimmt.

Mit Feuerwehrschläuchen, die sie zu Rettungsgurten umfunktionierten und „ganz viel Ruhe“, so Simon Galka, habe man die drei Ponys schließlich aus ihrer Notlage befreien können. Und das weitestgehend unbeschadet. Nur ein Pony habe laut Tierarzt eine Zerrung davongetragen.

Rund 40 Minuten hat der gesamte Einsatz laut Simon Galka gedauert. Das mediale Interesse nach der Rettungsaktion war immens. Sogar in der Schweiz wurde über die gerettete Ponyherde vom Niederrhein berichtet. Und auch von der Bevölkerung habe man jede Menge Lob und Dankbarkeit erfahren, sagt der Pressesprecher. Der Einsatz habe bei einigen das Bewusstsein für die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr sicher erweitert, glaubt Simon Galka, der selbst hauptberuflich als Projektmanager in Düsseldorf arbeitet.

Erlöse gehen an die Löschzüge

Pferdehofbesitzer Matthias Bender bedankte sich noch am Einsatzort bei der Feuerwehr und gab zu, bislang nichts vom rein ehrenamtlichen Engagement der Retter gewusst zu haben: „Ihr macht das alles ehrenamtlich? Grandios, wie schnell ihr da wart.“

Zum Dank richtet der Hof am Sonntag, 26. Januar, gut zwei Monate nach der Rettung, ab 10 Uhr einen Spendenritt durch die Gemeinde mit 15 Reitern aus.

Die Erlöse kommen den Fördervereinen beider Löscheinheiten aus Schaephuysen und Rheurdt zugute.

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