Schulweg

Raser auf dem Schulweg in Moers: Eltern sind besorgt

Autos und Kinder auf dem Im Bruch in Moers: Nicht selten sind die Autofahrer zu schnell unterwegs, sagen besorgte Eltern.

Autos und Kinder auf dem Im Bruch in Moers: Nicht selten sind die Autofahrer zu schnell unterwegs, sagen besorgte Eltern.

Foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE Foto Services

Moers.  Auf der Straße Im Bruch in Moers sind 30 km/h erlaubt. Doch das interessiert manche Autofahrer nicht, sagen Anwohner. Sie machen einen Vorschlag.

Viele Eltern stellen sich die Frage, ob sie ihr Kind mit dem Fahrrad alleine zur Schule fahren lassen sollen. Die Grundschüler lernen dadurch zum vielleicht ersten Mal Selbstständigkeit. So ist das jedenfalls bei einem Sechsjährigen aus Moers. Doch auf seinem Schulweg liegt eine Gefahr, die schon vor seiner Haustür beginnt. Dabei ist auf der Straße Im Bruch zwischen Römer- und Essenberger Straße eigentlich Tempo 30 vorgeschrieben.

Vor allem zu den Hauptverkehrszeiten zwischen 7 und 8 Uhr und nachmittags zwischen 16 und 17 Uhr treffe man jedoch viele Autofahrer an, die schneller unterwegs seien, berichten Anwohner. Temposünder erschwerten Kindern aus dem Viertel den Weg in die Schule. Die einzige Möglichkeit, die die Eltern zurzeit sehen, ist, dass sie ihre Kinder auf dem Hin- und Rückweg begleiten.

Die Situation verlockt zum schnellen Fahren

Eine Unmöglichkeit, wie eine Anwohnerin findet: „Wir haben fünf Kinder hier in der Straße, die regelmäßig zur Schule oder zum Kindergarten fahren, die Kinder aus der Bergstraße kommen hinzu“, erzählt sie. „Und im Bruch ist die Situation so, dass es verlockt, schnell zu fahren, weil wir hier abschüssig liegen.“

Vor ein paar Jahren sei die Situation nicht aufgefallen. Da nun aber vermehrt Familien mit kleinen Kindern in die Gegend zögen, sei das Problem sichtbar geworden. Ihr Sohn trägt bereits eine gelbe Warnweste und an seinem Fahrrad ragt eine ein Meter hohe Fahne in die Höhe, um besser erkannt zu werden. Die Angst, dass etwas passieren könnte, sei dennoch groß. „Das gefällt mir nicht. Ich habe insgesamt neun Raser gesehen, die meisten kommen von da“, sagt der Junge und zeigt auf die rund ein Kilometer lange Bergstraße, in der die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit ebenso 30 km/h beträgt.

„Man könnte noch einmal den Bürgermeister fragen“

Doch er hat einen Vorschlag, wie man das Problem lösen kann: „Man könnte noch einmal den Bürgermeister fragen, ob man da etwas machen kann.“ Die Forderung der Anwohner sind deutlich: Im Bruch soll zu einer Spielstraße werden, damit die Kinder sicherer zur Schule kommen und ungefährdet auf dem Gehweg spielen können. Auch Tempomesskontrollen werden gewünscht, die es bisher dort noch nicht gab. „Eine einfache Temposchwelle wäre aber schon ein guter Anfang“, sagt die Mutter im NRZ-Gespräch.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben