Unterhaltung

RebellComedy eröffnen das 42. Comedy Arts Festival in Moers

Schon 2015 waren Rebell Comedy beim Comedy Arts zu Gast in Moers.

Schon 2015 waren Rebell Comedy beim Comedy Arts zu Gast in Moers.

Foto: Diana Roos

Moers.   Am 13. September startet in Moers das Comedy Arts Festival mit vier Rebellen. Einer hat sich vorgenommen, einiges anders zu machen als bisher.

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Der erste Abend eines jeden Comedy Arts Festivals ist etwas ganz Besonderes. Weil der erste Eindruck ja immer der wichtigste ist, platzieren der künstlerische Leiter Holger Ehrich und sein Team am ersten Abend stets Künstler mit hoher Reputation. In diesem Jahr eröffnen RebellComedy (Donnerstag, 13. September, 20 Uhr) das Festival.

Zu Gast in der Enni-Eventhalle sind Benaissa Lamroubal, Hany Siam, PU und Khalid Bounouar, also vier der insgesamt neun Rebellen. RebellComedy feierte – das darf man durchaus im Wortsinn verstehen – vergangenes Jahr das zehnjährige Bühnenjubiläum. Das Ensemble lebt von seinen unterschiedlichen Charakteren, die immer wieder politische und gesellschaftliche Entwicklungen aufs Korn nehmen. Der Humor und seine Botschaften werden als Stand-up-Comedy transportiert. Das macht nicht nur den Dialog mit dem Publikum leicht, es sorgt auch für jede Menge Improvisationsmöglichkeiten.

Alle Akteure von RebellComedy kennen sich mit den Themen Migration und Integration gut aus. Khalid Bounouar (28) ist Deutscher, seine Eltern kommen aus Marokko und Algerien. Im Herbst geht er auf Solo-Tour. Welche Themen ihn derzeit beschäftigen und wie er das Comedy Arts einschätzt, darüber sprach Bounouar mit Matthias Alfringhaus (NRZ):

RebellComedy eröffnet dieses Jahr das Comedy Arts Festival...

Khalid Bounouar: Das ist eine Riesensache. Wir haben ja schon einmal beim Comedy Arts in Moers gespielt, ich erinnere mich noch an das tolle Publikum. Vor ein paar Jahren waren wir einer von vielen Acts, jetzt kommen wir wieder zurück und sind gleich am ersten Abend auf der Bühne, das ist schon cool.

Welchen Stellenwert hat das Festival bei RebellComedy?

Bounouar: Das ist ein besonderes Festival. Dieses Jahr haben wir nicht so viele Auftritte, wir spielen nur auf fünf Festivals. Nach Moers kommen wir gern. Allein die Tatsache, dass dieses Jahr Alfons dabei ist, zeugt davon, dass das Comedy Arts nicht irgend ein Festival ist. Die Atmosphäre ist locker, fast familiär, so ein bisschen hat es auch etwas von den 70er Jahren, aber ohne retro zu sein.

Fürs Comedy Arts ist ein Special angekündigt. Gibt es etwa Konserven?

Bounouar: Natürlich spielen wir Bewährtes, auch, weil das Publikum das schätzt. Zum best of kommen aber auch neue Sachen, die wir auch in Moers ausprobieren. Viele unserer Geschichten entwickeln wir mit dem Publikum zusammen, das ist immer der beste Weg, um zu sehen, ob eine Geschichte die Menschen erreicht.

Integration ist bei RebellComedy ein großes Thema. Wie steht es um die Integration und welche Folgen hat der Fall Özil?

Bounouar: Ich habe ein gutes Gefühl bei der Integration. Die Debatte um Mesut Özil ist aus meiner Sicht kein Anhaltspunkt für den Stand der Integration in Deutschland. Ich kenne viele Deutsche mit Migrationshintergrund, die sich selbst auch als Deutsche sehen, ohne dabei ihre Wurzeln zu vergessen.

Welche Themen spielen bei der Solo-Tour eine Rolle?

Bounouar: Ich kam mir lange Zeit zu jung vor, um kritisch mit anderen Leuten umzugehen, wenn es angebracht ist. Für die Tour habe ich mir aber vorgenommen, mehr anzuecken, politischer zu werden. Ich glaube, dass es notwendig ist, deutlicher zu werden als bisher.

>> INFO

Für die drei ersten Tage des Moerser Comedy Arts Festivals, Donnerstag, Freitag und Samstag, 13. bis 15. September, gibt es noch Karten. Im Vorverkauf kosten sie 31,80 Euro (Donnerstag mit RebellComedy), bzw. 29,60 (Freitag) und 32,90 Euro (Samstag). Kombiticket für Freitag und Samstag, 14. und 15. September: 50,50 Euro.

Seit Wochen ausverkauft ist der Sonntag Abend mit Gerburg Jahnke, die u. a. Anka Zink und La Signora eingeladen hat.

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