Brand

Großbrand in Moerser Reifenhandel: Gebäude einsturzgefährdet

In Moers steht ein Reifenhandel an der Klever Straße in Flammen.

In Moers steht ein Reifenhandel an der Klever Straße in Flammen.

Foto: Harry Seelhoff

Moers.   In Moers ist am Freitag ein Reifenhandel in Brand geraten. Ein Feuerwehrmann erlitt leichte Verbrennungen. Das Gebäude ist einsturzgefährdet.

An der Klever Straße in Moers ist am Freitag das Gebäude eines Autoreifen- und Scheibenhändlers in Brand geraten. Seit etwa 10.15 Uhr am Freitagvormittag kämpften knapp 90 Einsatzkräfte der Feuerwehr gegen die Flammen an. Der Brand konnte unter Kontrolle gebracht werden. Aber: „Das Gebäude ist einsturzgefährdet“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.

Die Ursache des Brandes ist derzeit noch unklar. Ein Feuerwehrmann wurde durch eine Stichflamme leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Darüber hinaus ist niemand zu Schaden gekommen.

Über dem Gebäude stand seit dem Vormittag eine dichte schwarze Wolke, eine meterlange Stichflamme schoss aus dem vorderen Fenster bis zum Hoftor des Händlers, Reifenteile flogen durch die Luft bis auf den Parkplatz des benachbarten Supermarktes.

Brand in Moerser Reifenhandel

Ein Reifenhandel an der Klever Straße in Moers brennt. Über dem Gebäude steht eine dichte schwarze Wolke. Stichflamme schießt aus dem Fenster.
Brand in Moerser Reifenhandel

Den Supermarkt hatte die Feuerwehr vorsorglich geräumt, die Klever Straße ist gesperrt. Auf dem Gelände des Reifenhandels befindet sich außerdem ein Onlinehandel für Sprühfolien. Die Folien seien durch Hitze und Funkenschlag explodiert, hieß es seitens der Feuerwehr.

Züge zwischen Moers und Xanten rollen wieder

Die Deutsche Bahn stellte den Zugverkehr zwischen Moers und Xanten für mehrere Stunden ein. Der Bahnhof in Moers war wegen der starken Rauchentwicklung gesperrt. Seit 13.30 Uhr rollten die Züge aber wieder.

Die Feuerwehr Moers warnte Anwohner: Türen und Fenster sollen geschlossen gehalten werden, da es zu starker Rauchentwicklung kam. Klima- und Lüftungsanlagen sollten abgeschaltet werden.

Die Löscharbeiten sollten sich noch bis zum Abend hinziehen.

In Duisburg hatte die Feuerwehr vorsorglich die Bevölkerung über den Brand informiert. Eine Gefahr bestehe aber nicht, hieß es seitens der Feuerwehr: „Sie brauchen keine Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Es entstehen keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen.“

Die Feuerwehr schäumte die Brandruine aus, um auch die letzten Glutnester zu beseitigen, gleichzeitig nahmen Enni, Lineg und die Untere Wasserbehörde des Kreises Wesel die Arbeit auf, um die Auswirkungen des Löschwassers auf das Grundwasser zu prüfen – über eine Million Liter brauchten die insgesamt 90 beteiligten Wehrleute, um das Feuer zu löschen.

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