Musik

Romantische Konzerte beim Kammermusikfest Kloster Kamp

Freunde und beständige Förderer des Kammermusikfests: Guido Lohmann (Volksbank), Falko Welling (Parkhotel), Andreas Kaudelka (Stadtwerke), Jeanette von der Leyen,Katharina Apel, (v.l.).

Freunde und beständige Förderer des Kammermusikfests: Guido Lohmann (Volksbank), Falko Welling (Parkhotel), Andreas Kaudelka (Stadtwerke), Jeanette von der Leyen,Katharina Apel, (v.l.).

Foto: Erwin Pottgiesser

Kamp-Lintfort.   Sieben Spielorte, sieben Programme im Juli. Auf Schloss Leyenburg gibt es eine Benefiz-Gala und es wird zur „Geisterstunde“ gebeten.

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Das diesjährige Kammermusikfest Kloster Kamp ist um ein ganz besonderes Konzert an einem ganz besonderen Ort reicher: Am Freitag, 27. Juli, wird auf Schloss Leyenburg zu einem Benefiz-Konzert geladen. Normalerweise ist das in Privatbesitz befindliche Schloss in Rheurdt, das eine sehr wechselvolle Geschichte als Gaststätte, Gemüselager und auch Bergarbeiter-Wohnheim hinter sich hat, nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.


An diesem Tag machen die Bewohner eine Ausnahme. 80 Menschen können in den Genuss der Gala kommen und tun gleichzeitig Gutes. Etwa 25 Prozent des Eintrittspreises von nicht eben günstigen 85 Euro werden für den Fortbestand des Kammermusikfestes eingesetzt. Enthalten sind allerdings auch Speisen und Getränke samt Sektempfang. Das Catering übernimmt Christian Hirschmann vom Moerser Café Jedermann. Jeanette von der Leyen, für die Organisation des Kammermusikfestes verantwortlich, verspricht einen „sehr emotionalen Abend“ mit Werken von Schubert, Mozart und Beethoven.

Sieben Konzerte mit Streichern und Pianisten

Insgesamt stehen sieben Konzerte beim 15. Kammermusikfest auf dem Programm. Diesmal gibt es nur Streicher und Pianisten zu hören, Bläser sind nicht dabei. „Ein rundum klassisches und superromantisches Programm“, versprach die künstlerische Leiterin Katharina Apel am Montag bei der Vorstellung des Festes, das vom 25. bis 29. Juli 17 hochkarätige Musiker zu einer Art Arbeits- und Familienurlaub ruft. Die Akteure kennen sich zum Teil nicht und müssen ihre Mitspieler nahe heranlassen, um sich gemeinsam die Stücke zu erarbeiten. Geprobt wird wieder öffentlich und für die Besucher kostenlos. Das ist gute Tradition beim Kammermusikfest und soll den Zugang zur klassischen Musik niedrigschwellig machen.

Eröffnet wird das Fest im Audimax der Hochschule Rhein Waal unter anderen mit einen „überschwänglichem“ Stück des jungen Brahms. Mit Cras, Ravel, Fauré und Boulanger stehen im Martinstift französische Komponisten im Fokus. Wobei letztere von Apel vorgestellt wird als „Lehrerin aller berühmten Komponisten. Sie war innovativ und viel moderner als ihre Zeitgenossen.“

„Geisterstunde“ beim Nachtkonzert im Rokokosaal

Die Soiree in der Johanneskirche bietet – passend zur Tea-Time – ein englisches Programm mit Werken von Britten, Bridge und Mendelssohn Bartholdy.

Zur „Geisterstunde“ wird beim Nachtkonzert im Rokokosaal gebeten: Beethovens „huschendes“ Geistertrio, drei Bloch-Nocturnes und Schönberg romantische „Verklärte Nacht“ erklingen.

Die Matinee auf Schloss Ossenberg wendet den Blick gen Osten und präsentiert osteuropäische Komponisten wie Dvorak, Suk und Dohnanyi.

Für das Abschlusskonzert im großen Saal von Bloemersheim werden große Werke zu hören sein zwischen „Hit“ und „sehr zu Herzen gehend“: Schumanns Klavierquintett Es-Dur op. 44 und ein Streichoktett von Mendelssohn Bartholdy.


>>INFO Karten sind ab 21 Euro erhältlich. Bestellung und Versand über www.kammermusikfest-klosterkamp.de, Direktverkauf: Zentrum Kloster Kamp und Schuhhaus Dismer in Moers.

Ohne Zuschüsse: Das Fest trägt sich selbst dank Sponsoren und Förderverein Grancino.

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