Traditionen

Scherpenberger haben ihr traditionelles Wappenfest gefeiert

Die Polizei war auch beim Scheropenberger Wappenfest.

Foto: Arnulf Stoffel

Die Polizei war auch beim Scheropenberger Wappenfest. Foto: Arnulf Stoffel

Moers.   Die Scherpenberger haben auf die Kaiserwiese geladen. Bei tollen Wetter und schöner Stimmung gab’s gutes Bewährtes. Und einiges, was neu war.

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Sonniges Kaiserwetter hat am Wochenende hunderte Besucher auf die Kaiserwiese nach Scherpenberg gelockt. Zum achten Mal haben die Scherpenberger ihr Wappenfest gefeiert. Veranstaltet wurde es in bewährter Konstellation von den Scherpenberg Aktiven und MoersMarketing mit Unterstützung von Hans-Gerhard Rötters, Wappenfest-Schirmherr und Enni-Vorstandsmitglied.

Schon am Samstagvormittag war auf der Kaiserwiese viel los. Ein belebter Boulevard erstreckte sich über das Gelände. An 35 Ständen präsentierten sich lokale Vereine, Privatleute, Schulen, Kindergärten und die örtliche Kirche. Das Credo? „Heimat-, Traditions- und Brauchstumspflege“, sagte Claus-Peter Küster. Seit Beginn organisiert er das Wappenfest federführend. Als Mitglied der Scherpenberg Aktiven kennt und liebt Küster seinen Stadtteil.

„Mit dem Wappenfest machen wir auch auf die lange Historie des Stadtteils aufmerksam“, sagte Küster. Ein geschichtsträchtiger Moment war die Einweihung des Moerser Stadtwappens an der Homberger Straße im Jahre 1974. Damals engagierten sich die Scherpenberger gegen die Eingemeindung nach Duisburg. Damit setzten sie ein Zeichen der Eigenständigkeit. Es waren die Menschen, denen schon damals ihr Stadtteil am Herzen lag.

Genau dieser Zeitgeist ist heute beim Wappenfest wieder zu spüren. Mit wenig Geld sei man vor acht Jahren in das Abenteuer Wappenfest gestartet, sagte Küster.

Damals hieß es: Klinkenputzen. Heute ist das Wappenfest ein fester Termin. „Unser alljährlich zum Wappenfest erscheinendes Heft ist zum Sammlerkult geworden“, sagt Küster. Neben traditionellen Scherpenberger Vereinen gab es in diesem Jahr viel Neues zu entdecken.

Im Festzelt feierte die Siedlervereinigung Niederrhein 60-jähriges Bestehen. Mit 600 ehrenamtlich engagierten Mitgliedern setzt sich der Verein für alle Belange rund ums Bauen und Wohnen ein. „Vor Ort haben wir beispielsweise auf der Kornstraße für eine 30er Zone gesorgt und den Bolzplatz umgestaltet“, erklärte der erste Vorsitzende Thomas Schulze.

Wie vielfältig die Aktivitäten in Scherpenberg sind, zeigte sich an den Ständen. Ein Schmied führte den Umgang mit dem Amboss vor, das Spielmobil war da, die Polizei kodierte kostenlos Fahrräder und die Rettungshundestaffel zeigte mit 15 Hunden tierische Tricks.

Neu dabei war die Bücherei Scherpenberg mit dem Infostand. Bestaunt wurde die Freie Rheinische Rotte, die mit alter Rüstung aufmarschierte und Schwertkampf im Mittelalterstil zeigte. „Das Fest ist regional und die Stimmung ist wunderbar familiär“, sagte Kati Thüringer von der Freien Rheinischen Rotte.

Schöne Stimmung auch im Festzelt: Tagsüber gab’s Tanzaufführungen, abends rockte das von den Ruhrpottsteirern bekannte Volksmusik-Duo „Markus & Heiko“ die Bühne. Ein bewährter Höhepunkt: Der Auftritt der „Coverkings“ und der „Crossroads“. Sie ließen das Publikum tanzen und rundeten die gelungenen Festtage ab.

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