Schlosstheater-Premiere

Schlosstheater Moers zeigt die Premiere von „The Suitcase“

Es gibt Musik von Ernst Surberg, Kobe van Cauwenberghe, Frederik Sakham, Adam Rosenblatt und Francois Sarhan (v.l.).

Foto: Erwin Pottgiesser

Es gibt Musik von Ernst Surberg, Kobe van Cauwenberghe, Frederik Sakham, Adam Rosenblatt und Francois Sarhan (v.l.). Foto: Erwin Pottgiesser

Moers.   Am Freitag präsentiert das Schlosstheater „The Suitcase“. Es geht um Realität, Fiktion, einen Koffer, vier Protagonisten und den Mord in Moers.

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Es ist eine Premiere im doppelten Sinne, zu der das Schlosstheater Moers am Freitag und am Samstag, jeweils um 19.30 Uhr in das Studio einlädt. Zum einen wird das Stück „The Suitcase – Verloren in Moers“ das erste Mal gezeigt. Zum zweiten ist die Produktion die erste Kooperation des Schlosstheaters mit dem Fonds Experimentelles Musiktheater (feXm), dessen wesentliche Aufgabe es ist, neue Formen von Musiktheater auf städtische Bühnen zu bringen.

Der Franzose François Sarhan, einer der bedeutenden Komponisten im zeitgenössischen Musiktheater, hatte die Ausschreibung dazu mit seinem Mixed-Media-Projekt gewonnen. Für ein Jahr hat er nun eine Art Residenz in Moers, die ihn während der Proben und Aufführungen zu einem Teilzeit-Wahl-Niederrheiner werden lässt.

Fortsetzungen im kommenden Jahr

Denn: Es bleibt nicht bei den Aufführungen im Oktober. Seine Koffer-Geschichte, die sich als surrealer Genremix darstellt, findet in drei weiteren Vorstellungen im Dezember, März und Juni ihre Fortsetzung und Vollendung. Wobei, wie der Regisseur, Komponist und Bühnenbildner Sarhan betont, jeder Teil in sich eine abgeschlossene und verständliche Geschichte bildet.

Der Dramaturg des feXm, Roland Quitt, umschreibt François Sarhans vierteiliges Musiktheater als ein „Spiel mit den Grenzen von Realität und Fiktionalität“.

Dreh- und Angelpunkt ist ein Koffer. Vier Personen sind aus ganz unterschiedlichen Gründen auf der Jagd danach. Jede Person hat ihre Sicht auf die Dinge, auf die Realität und auf das Geschehen, in das alle Protagonisten gemeinsam im Zuge der Ereignisse verwickelt werden: Taxifahrer, Bäcker, Mafiaqueen, der Träumer und der Mörder. Ja, es geht um Mord. In Moers.

Erster Teil im Karstadt in Berlin-Wedding

So drehen sich die Aufführungen in den einzelnen Phasen dieses Zyklusses stets um die gleichen Ereignisse, die sich im Zuge der Detektivkomödie aber ganz unterschiedlich darstellen.

François Sarhan hat mit den Schauspielern des Schlosstheaters im Juni einen Film gedreht, der jeweils Teil der Aufführungen sein wird. Die Kulissen stammen aus dem Kopierer, die Welt von Matchboxautos und Menschen verschwimmt, und die Musik spielt dazu.

„Prolog“ heißt der Aufschlag am Wochenende. Während die späteren Teile in Moers spielen, ist der Karstadt in Berlin-Wedding Schauplatz für Sarhans ersten Teil; dort ist er selbst Darsteller und gebiert die Idee zu seinem Stück. Es gilt als Geschichte hinter der Geschichte. Auch hier: eine Mischung von Realität und Täuschung. Und ein Hybrid aus Theater und Musik. Verbunden mit der spannenden Frage: Was ist wahr?

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Mitwirkende: François Sarhan, Sprecher. Adam Rosenblatt, Percussion. Kobe van Cauwenberghe, Gitarre. Ernst Surberg, Keyboard. Frederik Sakham, Kontrabass. Und filmische Auftritte von Janina Akhmetova, Magdalene Artelt, Patrick Dollas, Lena Entezami, Matthias Heße, Ernst Surberg und Frank Wickermann.

Termine: Freitag, 6. Oktober, und Samstag, 7.Oktober, 19.30 Uhr. Eintritt: 12 Euro (erm. 7).

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