Senioren

Schwafheimer diskutieren über Seniorenarbeit im Stadtteil

Beim Stadtteilgespräch in Schwafheim ging es um Seniorenarbeit.

Beim Stadtteilgespräch in Schwafheim ging es um Seniorenarbeit.

Foto: Erwin Pottgiesser

Moers.   Beim Bürgergespräch gab es Lob für die Seniorenbegegnungsstätte. Viele Schwafheimer finden aber, dass das Mobilitätsangebot besser sein könnte.

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Wie soll die Seniorenarbeit in Schwafheim künftig aussehen? Welche Angebote für Ältere werden gebraucht? Was ist aus ihrer Sicht notwendig, damit ihr Stadtteil auch für ältere Menschen attraktiver wird? Um diese Fragen drehte sich ein Bürgergespräch, zu dem die Stadt und die evangelische Kirchengemeinde Bürgerinnen und Bürger „über 55“ ins Gemeindehaus am Schwarzen Weg eingeladen hatten.

Der Isolation älterer Menschen entgegenwirken

„Von den 7340 Einwohnern Schwafheims sind 3200 im Seniorenalter“, erläuterte Kornelia Jordan von der Leitstelle „Älter werden“ der Stadt gleich zu Anfang den schon rein statistisch großen Stellenwert des Themas. „Wir haben es geschafft, in ganz Moers ein gutes Angebot für Senioren bieten zu können“, lobte der stellvertretende Bürgermeister Ibrahim Yetim in seinem Grußwort die Arbeit von Rat und Verwaltung. So seien aus dem von 2009 bis 2011 durchgeführten Projekt „Innovative Seniorenarbeit“ inzwischen unter kirchlicher oder freier Trägerschaft zwölf von der Stadt finanzierte Begegnungs- und Beratungsstellen entstanden.

Eine davon ist die von der evangelischen Gemeinde getragene Seniorenbegegnungsstätte in Schwafheim: „Wir wollen der Isolation und Ausgrenzung älterer Menschen entgegenwirken und eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben auch im Alter ermöglichen“, erläuterte Diakonin Nina Kemmerich das Ziel der Einrichtung. Deren an keine Kirchenzugehörigkeit gebundenes Angebot lässt in der Tat kaum Wünsche offen.

Kritik an Verkehrslage auf dem Länglingsweg

Es reicht vom Bewegungs- und Gedächtnistraining über Computerkurse, einen Handarbeitskreis, das regelmäßige Seniorencafé bis zum Spielenachmittag, zu Yoga und Zen-Meditation. Kein Wunder, dass die rund 30 Gesprächsteilnehmer dazu auch kaum Ergänzungs- oder Verbesserungsvorschläge in petto hatten.

Insbesondere der stets gut besuchte Kreis „Montags aktiv“ sei, so ein Senior, eine echte „Erfolgsgeschichte“. Verbesserungswürdig erschienen vielen dagegen die Verkehrslage auf dem Länglingsweg (30er Zone), die fehlenden Bänke am Waldsee („Steine sind keine Alternative“), die Nutzung des neu gestalteten Dorfplatzes („ein Wochenmarkt wäre super“) und das öffentliche Mobilitätsangebot (Bürgerbus, Mitfahrangebote/Fahrgemeinschaften).

Anregungen über Seniorenbeirat in den Rat bringen

„Man sollte dabei ruhig auch mal Ideen aufgreifen, die sich in anderen Gemeinden bereits bewährt haben“, war die einhellige Meinung. Ansonsten Anregungen, die man, am besten über den „Seniorenbeirat“, im Stadtrat einbringen sollte, riet Nina Kemmerich. Das seien politische Fragen, „auf die wir als Begegnungsstätte leider keinen Einfluss haben“. Da traf es sich gut, dass mit Horst Jelitto ein direkt ansprechbares Beiratsmitglied anwesend war. Insgesamt scheint den Schwafheimer Senioren jedenfalls der Schuh nirgendwo besonders arg zu drücken.

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