Soziales

Senioren genießen die Späte Freiheit

Seniorenbüro Repelen, 20 Jahre Späte Freiheit

Seniorenbüro Repelen, 20 Jahre Späte Freiheit

Foto: NRZ

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Moers. Neue Wege in der Seniorenarbeit – dafür steht die Repelener Gruppe Späte Freiheit, die gerade ihr zwanzigjähriges Bestehen gefeiert hat. Zu den Gründungsmitgliedern zählen Christa Meyer-Stoll und Elisabeth Gerstenberger. Beide waren vor 20 Jahren Presbyterinnen der Evangelischen Kirchengemeinde Repelen und sind gerade in den Unruhestand getreten.

Sie wollten mit der Kirchengemeinde neue Wege in der Seniorenarbeit gehen. Um die Geburtstagskinder ab 70 Jahren zu erreichen und die damals neuen Pfarrer Heinz-Jürgen Wagner und Uwe-Jens Bratkus-Fünderich zu unterstützen, wurde zunächst überlegt, einen Besuchsdienstkreis aufzubauen. Daraus entwickelte sich ein Kreis ehrenamtlicher Mitarbeiter, die jedes Jahr mehr als 1000 Gemeindeglieder ab 70 Jahren besuchen – bis heute.

Schnell stellten beide fest, dass alt sein heute etwas anders ist als früher. Es stand die Frage im Raum: Was sollte die Kirchengemeinde anbieten? Der Besuchsdienstkreis erkannte die Wünsche: gemeinsames Fahrradfahren, Wandern, Lesen und Kultur. Es gründeten sich eigenständige Gruppen unter dem Titel „Späte Freiheit“.

Christa Meyer-Stoll erinnert sich an die Anfänge: „Zusammen mit Frau Gerstenberger und Frau Brinker, der frisch eingestellten Sozialarbeiterin, besuchten wir ein Seniorenbüro in Nimwegen. Hier wurden neue Konzepte der Seniorenarbeit vor allem auf ehrenamtlicher Basis angeboten. Wir stellten fest: Wir benötigen ein geeignetes Büro und fanden es am Markt in Repelen. Der ehemalige Fischladen stand zur Vermietung an und die Evangelische Kirchengemeinde Repelen schloss einen Vertrag über fünf Jahre.“

Dies war die Anlaufstelle für viele Aktivitäten im Stadtteil. Schnell wurde eng mit der katholischen Gemeinde St. Martinus Repelen kooperiert. Die Ordensschwestern Barbara und Ingrid brachten sich ein und gründeten mit anderen die Herbstzeitlosen. Es entstand ein Netzwerk, in das sich auch das Diakonische Werk Moers aktiv mit einbrachte. Später kam die Computerschulung hinzu, die Einbindung der Polizei, die Demenzberatung und Ausstellungen. Inzwischen hat sich die Arbeit im Seniorenbüro weiter verbessert – die Räume sind größer geworden, die Stadt und das Diakonische Werk unterstützen das Projekt mit Finanzmitteln und Fachkräften.

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